Handy mit Hinrichtungsvideo sichergestellt
publiziert: Dienstag, 27. Dez 2005 / 16:45 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 27. Dez 2005 / 20:38 Uhr

Herisau - Laut Mediensprecher Willy Moesch lud ein 17-Jähriger Videos mit Tötungen der ganz «üblen Sorte» auf sein Mobiltelefon.

Die Polizei hält sich derzeit noch bedeckt mit mehr Einzelheiten zum Fall. (Archivbild)
Die Polizei hält sich derzeit noch bedeckt mit mehr Einzelheiten zum Fall. (Archivbild)
2 Meldungen im Zusammenhang
Nähere Angaben über das Video wollte die Polizei derzeit nicht machen.

Sie bestätigte aber einen Bericht der Pendlerzeitung «20 Minuten». In der Schweiz sind Gewaltdarstellungen verboten. Sie werden mit Busse und Gefängnis bestraft.

Ob es sich beim Herunterladen sogenannter Snuff-Handy-Clips um ein neues Phänomen in der Schweiz handelt, konnte der Mediensprecher der Bundespolizei (fedpol), Guido Balmer, nicht sagen. Die Strafverfolgung von Gewaltdarstellungen falle in die kantonale Kompetenz.

6500 Verdachtsfälle

Bei der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität wurden 2004 rund 6500 Verdachtsfälle gemeldet. Gemäss Balmer betrifft fast die Hälfte von ihnen die Pornografie, ein Drittel sind Spam-Meldungen. «Rund ein Prozent sind Meldungen über Gewaltdarstellungen.»

Diesen Sommer war es in der Schweiz zu den ersten Fällen von «Happy Slapping» gekommen, einem verwandten Phänomen. Dabei werden Personen grundlos auf der Strasse zusammengeschlagen und dabei gefilmt. Diese Form der Gewalt hat sich von Grossbritannien aus verbreitet.

Happy slapping

Die beiden Fälle ereigneten sich im Juni in Basel und in Winterthur ZH. In Winterthur ZH verprügelten vier junge Zuger einen 15-Jährigen. Einer von ihnen filmte die Szene mit seinem Handy. In Basel hatten zwei 13-jährige Schüler einen Mitschüler geschlagen und ihn dabei ebenfalls mit dem Handy gefilmt.

(bsk/sda)

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