Hanf-Initiative wirbt mit Farben der Parteien
publiziert: Montag, 22. Sep 2008 / 20:30 Uhr

Bern - Vier Plakate in den Farben der Bundesratsparteien stehen im Mittelpunkt der Kampagne für ein Ja zur Hanf-Initiative am 30. November. Damit will das Initiativkomitee symbolisieren, dass die Vorlage «eigentlich von allen unterstützt werden könnte».

Die Initiative will den Anbau unter streng kontrollierten Voraussetzungen zulassen.
Die Initiative will den Anbau unter streng kontrollierten Voraussetzungen zulassen.
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So wirbt etwa ein Plakat in den Farben der FDP blau, weiss und schwarz mit dem Slogan «Stopp Verbotsstaat - Ja zur Hanf-Initiative».

Auf einem anderen prangt in oranger Schrift auf halb weiss und halb blauem Hintergrund nach Manier der CVP «Stopp Jugendgefährdung - Ja zur Hanf-Initiative».

Aber nicht nur Farben und Typografie erinnern an den Auftritt der Parteien: Die Kampagne werbe mit den Grundsätzen der vier Bundesratsparteien, umgesetzt auf die Hanffrage, führte Geri Müller (Grüne/AG), Nationalrat und Co-Präsident des überparteilichen Komitees «Ja zur Hanfinitiative», vor den Medien in Bern aus.

Unterschrieben von den Parteien sind die Plakate nicht. «Wir wollen ja keinen Fake machen», sagte Müller. Während die FDP und die SP die Hanf-Initiative nämlich unterstützen, lehnen die CVP und die SVP die Vorlage ab.

Entkriminalisierung des Konsums

Die Initiative «für eine vernünftige Hanfpolitik mit wirksamem Jugendschutz» will den Konsum psychoaktiver Substanzen der Hanfpflanze sowie den Besitz, Erwerb und Anbau für den Eigengebrauch straffrei erklären. Gefordert ist auch ein verbesserter Jugendschutz.

Experten aus dem medizinischen und dem juristischen Bereich sprechen sich für eine Entkriminalisierung des Cannabiskonsums aus. Nur so sei ein wirksamer Jugendschutz und der Zugang Süchtiger zu fachlicher Unterstützung möglich.

Die CVP ist alles andere als glücklich über der Plakatkampagne des Komitees «Ja zur Hanfinitiative». Das Vorgehen, das CVP-Erscheinungsbild für klar irreführende Aussagen zu missbrauchen, sei äusserst fragwürdig, urteilt die Partei.

(bert/sda)

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