Hariri-Bündnis erklärt sich zum Wahlsieger
publiziert: Sonntag, 19. Jun 2005 / 22:37 Uhr

Beirut - Das Oppositionsbündnis um den Sohn des ermordeten libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri hat sich zum Sieger der entscheidenden vierten und letzten Etappe der Parlamentswahlen in Libanon erklärt.

Der Sohn des ermordeten libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri, Saad Hariri.
Der Sohn des ermordeten libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri, Saad Hariri.
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Erste Ergebnisse würden belegen, dass das Bündnis von Saad Hariri im künftigen Parlament die Mehrheit der Sitze erhalten werde, hiess es in Beirut aus Hariri nahe stehenden Kreisen. Bei der Wahlrunde im Norden Libanons ging es um die Besetzung der letzten 28 von insgesamt 128 Parlamentssitzen.

"Wir sind auf dem Weg zu einem Erdrutschsieg im Nord-Libanon", sagte der Vertreter von Hariris Liste. "Wir werden leicht die 21 Sitze gewinnen, die wir für die Mehrheit im Parlament brauchen." Ein zweiter Vertreter bestätigte die Angaben.

Strenge Sicherheitsvorkehrungen

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen waren die rund 700 000 Wähler im Norden des Landes aufgerufen, die noch offenen Mandate zu bestimmen. Zahlen des Innenministeriums zufolge beteiligten sich im Norden des Landes 49 Prozent der knapp 700 000 Wahlberechtigten an der Abstimmung.

Die amtliche Nachrichtenagentur ANI vermeldete lediglich einige kleinere Zwischenfälle. Ein Reporter der Nachrichtenagentur afp beobachtete in der Stadt Abbudieh an der Grenze zu Syrien einen Zusammenstoss zwischen Anhängern verschiedener Wahllisten, den jedoch Sicherheitskräfte stoppten.

Interims-Regierungschef Nadschib Mikati wies Vorwürfe von Hariri-Gefolgsleuten zurück, syrische Geheimdienstler hätten Wähler eingeschüchtert.

Ausgang offen

Der Ausgang der Wahl war bis zum Schluss völlig offen. Hariri fehlten vor der vierten Runde noch 21 Mandate, um im Parlament die absolute Mehrheit zu erlangen. Der 35-jährige Geschäftsmann würde dann in die Fussstapfen seines Vaters treten, der fünfmal Ministerpräsident war. Mitte Februar war er ermordet worden.

Als zweiter Favorit war der christliche Ex-General Michel Aoun in die letzte Wahlrunde gegangen. Aoun hatte beim dritten Durchgang im Landesinnern und im Osten des Landes ein glänzendes Ergebnis erzielt und damit der anti-syrischen Opposition einen herben Dämpfer versetzt.

(bert/sda)

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