Hariri-Sohn kehrt zurück
publiziert: Sonntag, 12. Feb 2006 / 08:17 Uhr

Beirut - Der Sohn des ermordeten libanesischen Ex-Regierungschefs Rafik Hariri ist nach mehr als sechs Monaten im Exil in sein Heimatland zurückgekehrt.

Saad Hariri will die Hintermänner des Attentats zur Verantwortung ziehen.
Saad Hariri will die Hintermänner des Attentats zur Verantwortung ziehen.
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Saad Hariri hatte den Libanon verlassen, da nach seinen Informationen auch ein Mordkomplott gegen ihn geschmiedet wurde.

Nun kehrte der Parlamentarier laut Informationen aus seinem Umfeld in der Nacht zum Sonntag in die Heimat zurück.

Die meiste Zeit im Exil hatte Saad al-Hariri in Frankreich und Saudi- Arabien verbracht. Zudem war er im vergangenen Monat von US- Präsident George W. Bush in Washington empfangen worden.

Grosser Kritiker

Am Dienstag jährt sich das Attentat auf seinen Vater. Bei dem Bombenanschlag in der Hauptstadt Beirut waren neben Hariri 22 weitere Menschen getötet worden.

Hariri war einer der grössten Kritiker des jahrzehntelangen syrischen Einflusses im Libanon.

In einem UNO-Untersuchungsbericht zu dem Mord heisst es, dass wohl hochrangige syrische Geheimdienstmitarbeiter und ihre libanesischen Verbündeten hinter dem Attentat auf Hariri stehen.

Verantwortliche finden

Syrien hat Vorwürfe stets zurückgewiesen, die Regierung von Präsident Baschar el Assad sei in die Tat verwickelt.

Saad Hariri pocht darauf, dass die Verantwortlichen für den Tod seines Vaters zur Verantwortung gezogen werden.

Er hatte bei den Parlamentswahlen im Mai und Juni 2005 eine anti-syrische Koalition zum Sieg geführt.

(rr/sda)

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