Harte Strafen nach Facebook-Party möglich
publiziert: Montag, 24. Sep 2012 / 14:38 Uhr / aktualisiert: Montag, 24. Sep 2012 / 17:52 Uhr
In der Kleinstadt bei Groningen hatten am Wochenende hunderte Jugendliche randaliert, Geschäfte geplündert und Autos in Brand gesteckt.
In der Kleinstadt bei Groningen hatten am Wochenende hunderte Jugendliche randaliert, Geschäfte geplündert und Autos in Brand gesteckt.

Amsterdam - 31 junge Männer müssen sich nach den Krawallen im niederländischen Haren wegen öffentlicher Gewalt vor Gericht verantworten. «Ihnen drohen bis zu vier Jahre Gefängnis», teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Groningen am Montag mit.

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Von den 35 am Wochenende festgenommenen Jugendlichen befanden sich noch sechs in Haft. Die meisten Verdächtigen seien 18 und 19 Jahre alt, elf noch minderjährig, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Bei der Polizei hatten sich seit dem Wochenende dutzende Jugendliche freiwillig gemeldet. "Einige kamen mit ihren Eltern", sagte Polizeisprecher Paul Heidanus. "Es ist besser, sich selbst zu melden, sonst veröffentlichen wir die Fotos im Internet."

Eine über das Soziale Netzwerk Facebook organisierte Party war in der Kleinstadt bei Groningen zu heftigen Krawallen ausgeartet. Hunderte Jugendliche lieferten sich Strassenschlachten mit der Polizei, verwüsteten Strassenzüge, plünderten Geschäfte und steckten Autos in Brand.

30 Verletzte

Rund 30 Menschen wurden verletzt, darunter ein 84 Jahre alter Mann schwer. Er konnte nach Angaben der Polizei das Spital inzwischen wieder verlassen.

Bis zu 5000 Jugendliche waren einem Aufruf über Facebook und Twitter zu der "Project-X-Party" gefolgt. Zuvor hatte ein Mädchen über Facebook zu seinem Geburtstag eingeladen, allerdings das Häkchen bei "privat" vergessen.

Justizminister Ivo Opstelten will nun die Rolle Sozialer Medien untersuchen. Facebook selbst sieht keinerlei eigene Verantwortung. Strengere Kontrollen seien nicht geplant, sagte eine Sprecherin des Unternehmens der Nachrichtenagentur ANP.

Facebook lehnt Verantwortung ab

Facebook bedauert die Krawalle, sieht aber keinerlei eigene Verantwortung. Es gebe keine Pläne für strengere Kontrollen, sagte eine Sprecherin des Unternehmens am Montag der niederländischen Nachrichtenagentur ANP.

 

(fest/sda)

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