Harter Test für Dübendorfer Frauenteam
publiziert: Freitag, 17. Mrz 2006 / 16:00 Uhr / aktualisiert: Samstag, 18. Mrz 2006 / 11:00 Uhr

Die Dübendorfer Curlerinnen um Skip Silvana Tirinzoni werden an der am Samstag beginnenden Frauen-WM in Grande Prairie (Ka) hart gefordert. Nebst Olympiasieger und Weltmeister Schweden sind drei weitere Nationen mit ehemaligen Weltmeister-Skips vertreten.

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Vor sieben Jahren wurde Silvana Tirinzoni in Östersund (Sd) Weltmeisterin bei den Juniorinnen, jetzt tritt sie mit 26 Jahren als Schweizer Meisterin 2005 erstmals an einer WM der «Grossen» an.

Vom damaligen Walliseller Nachwuchsteam ist nur noch sie selber übrig geblieben; ihre jungen Mitspielerinnen entstammen allesamt der Dübendorfer Curling-Dynastie: Die Nummer 1 Esther (22) und die Nummer 2 Anna Neuenschwander (24) sind die Töchter von Mattias Neuenschwander; die ebenfalls erst 22-jährige Nummer 3 Sandra Attinger ist die Tochter von Bernhard Attinger.

Matti Neuenschwander und Bernhard Attinger waren die Nummern 2 und 3 der legendären Crew von Peter Attinger, die an den WM in Bern 1974 Bronze und 1979 Silber gewann. Die Beziehung ist noch enger: Matti Neuenschwander hat eine Attinger geheiratet; Sandra Attinger und die Neuenschwander-Sisters sind also Cousinen.

Starke Leistung an der SM

Die Dübendorferinnen haben sich in der nationalen Spitze etabliert. In der SM-Finalrunde von letzter Woche in Bern schlossen sie die Round Robin im 1. Rang ab, bevor sie die Page-System-Partie gegen die nachmaligen Meisterinnen aus Flims (Mirjam Ott) und den Halbfinal gegen Baden Regio (Manuela Kormann) verloren.

Die erste Prüfung an einer Meisterschaft auf internationaler Ebene steht jetzt in der rund 500 Kilometer nordwestlich von Edmonton in der kanadischen Provinz Alberta gelegenen Kleinstadt Grande Prairie bevor.

Favoritinnen aus Schweden

Die Schwedinnen um Skip Anette Norberg sind die haushohen Favoritinnen. Sie könnten zwei WM-Titel in Folge wie zuletzt ihre schwedischen Vorgängerinnen um Elisabet Gustafson (1998 und 1999) erringen.

Von den elf übrigen Teams ragt keines heraus, obschon auch Deutschland (Andrea Schöpp, 1988), Norwegen (Dordi Nordby, 1990 und 1991) und die USA (Debbie McCormick, 2003) mit Weltmeister-Skips vertreten sind. Zu beachten ist -- wie im jedem Jahr -- Kanada. Die 28-jährige Kelly Scott ist mit ihrer Formation aus Kelowna erstmals an einer WM dabei.

Die Schweizerinnen haben trotz der geringen Erfahrung auf diesem Niveau das Potenzial, um in den Kampf um die Medaillen einzugreifen. Der Leistungsdruck ist nicht übermässig hoch, zumal diese Weltmeisterschaft noch nicht zum Qualifikationsverfahren für die nächsten Olympischen Spiele (2010 in Vancouver) zählt.

Teilnehmer:
Schweiz (Dübendorf/Esther Neuenschwander, Anna Neuenschwander, Sandra Attinger, Skip Silvana Tirinzoni, Ersatz Carmen Schäfer), China (Wang Bingyu), Dänemark (Angelina Jensen), Deutschland (Andrea Schöpp), Holland (Shari Leibbrandt), Italien (Diana Gaspari), Japan (Yukako Tsuchiya), Kanada (Kelly Scott), Norwegen (Dordi Nordby), Schottland (Kelly Wood), Schweden (Anette Norberg), USA (Debbie McCormick).

Zeitplan: (Zeiten in MEZ)
Samstag, 18. März, 22.30 Uhr: 1. Runde mit Schweiz - USA.

Sonntag, 3.00: 2. Runde (Schweiz spielfrei). 17.00: 3. Runde mit Schweiz - Norwegen. 21.30: 4. Runde (Schweiz spielfrei).

Montag, 2.30: 5. Runde mit Schweiz - China. 17.00: 6. Runde mit Schweiz - Japan. 22.00: 7. Runde (Schweiz spielfrei).

Dienstag, 2.30: 8. Runde mit Schweiz - Italien. 17.00: 9. Runde mit Schweiz - Holland. 22.00: 10. Runde mit Schweiz - Kanada.

Mittwoch, 2.30: 11. Runde (Schweiz spielfrei). 17.00: 12. Runde (Schweiz spielfrei). 22.00: 13. Runde mit Schweiz - Dänemark.

Donnerstag, 3.30: 14. Runde mit Schweiz - Deutschland. 16.30: 15. Runde (Schweiz spielfrei). 21.00: 16. Runde mit Schweiz - Schottland.

Freitag, 2.30: 17. Runde mit Schweiz - Schweden. 21.00: Page-System-Spiel Erster gegen Zweiter.

Samstag, 3.30: Page-System-Spiel Dritter gegen Vierter. 17.30: Halbfinal.

Sonntag, 26. März, 18.30 Uhr: Final.

Sonntag, 26. März, 20.30 Uhr: Final.

Modus:
Die zwölf Teams tragen zuerst eine «Round Robin» aus (jeder gegen jeden). Danach kommen die ersten vier in die «Page-System»-Spiele: Der Erste spielt gegen den Zweiten und der Dritte gegen den Vierten. Der Sieger des Duells Erster gegen Zweiter gelangt direkt in den Final. Der Verlierer ermittelt in einem Halbfinal gegen den Sieger des Duells Dritter gegen Vierter den zweiten Finalisten.

(bert/Si)

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