Hat Google Meinungsmonopol?
publiziert: Samstag, 29. Okt 2005 / 09:31 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 3. Nov 2005 / 11:18 Uhr

Auf Suchmaschinenbetreiber könnten laut Medienwissenschaftlern bald neue Regulierungen zukommen.

Die Suchmaschine von Google.
Die Suchmaschine von Google.
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In einem von Konzentration geprägten Markt haben Internet- Suchmaschinen eine wichtige Bedeutung für das Auffinden von Inhalten. Vor allem die mögliche Ungleichbehandlung bei der Indexierung und beim Ranking wird von Wissenschaftlern aber als problematisch angesehen.

Wird das Ranking bei nichtkommerziellen etwa politischen oder weltanschaulichen Seiten von einer Bezahlung abhängig gemacht, würden die existierenden gesetzlichen Regelungen nicht greifen, schreibt das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Hamburg.

Über 75 Prozent bei Google

Die Transparenz von Links, Zugangsoffenheit und Marktbeherrschung sind weitere rechtliche Problemzonen. Über 75 Prozent der Aufrufe von Internet-Seiten, die über Suchmaschinen angesteuert werden, starten bei Google.

«Suchmaschinen haben eine wichtige Bedeutung für das Auffinden von Inhalten, gleichzeitig herrscht eine große Marktkonzentration vor», sagte Wolfgang Schulz vom Hans-Bredow-Institut an den Münchner Medientagen. Die viel genutzten Navigationshilfen würden auch bei der Recherche an Bedeutung gewinnen, ohne dass die Journalisten dabei eine besondere Kompetenz an den Tag legen würden.

Debatte um Selbstregulierung

Obschon sich in den genannten Problembereichen Defizite ergeben, bestehe aber nicht automatisch Regulierungsbedarf. Die Untersuchung des Hans-Bredow-Instituts zu den Anforderungen des geltenden Rechts an Suchmaschinen gibt auch Impulse um Selbstregulierungen von Suchmaschinen. Diese Debatte hat durch die im Februar 2005 bekannt gewordene Inititative von Suchmaschinenanbietern und FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter) zum Jugendschutz weitere Aktualität erhalten.

(ht/news.ch mit Agenturen)

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