Russen untersuchen Absturzursache
Hat ein US-Radar die «Phobos-Grunt» verwirrt?
publiziert: Dienstag, 17. Jan 2012 / 13:26 Uhr
Ursprünglich sollte die Sonde bis zum Mars vordringen.
Ursprünglich sollte die Sonde bis zum Mars vordringen.

Moskau - Ist ein US-Radar schuld am Absturz der russischen Marsmond-Raumsonde «Phobos-Grunt»? Die russischen Behörden wollen diese Theorie mit einem aufwendigen Experiment untersuchen.

3 Meldungen im Zusammenhang
Messgeräte, wie sie auch an Bord des Flugkörpers waren, würden in einem Labor in Moskau testweise Radar-Strahlung ausgesetzt, kündigte Juri Koptew von der staatlichen Untersuchungskommission am Dienstag an.

Vize-Regierungschef Dmitri Rogosin nannte die Theorie «plausibel», wonach ein US-Radar auf den Marshallinseln die Instrumente der Sonde beeinflusst haben könnte. «Falls sich dies bestätigt, würden wir technische und politische Konsequenzen ziehen», sagte er.

Bericht bis Ende Monat

Auch der Forscher Alexander Sacharow gab an, dass die rund 13,5 Tonnen schwere Sonde nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan am 9. November 2011 von dem Radar fehlgeleitet worden sein könnte. «Es ist aber nur eine Version, wir legen den Untersuchungsbericht Ende Januar vor», sagte er nach Angaben der Agentur Interfax.

Rogosin schloss auch einen Konstruktionsfehler als Grund für die Panne der 120 Millionen Euro teuren Raumsonde nicht völlig aus. Nach offiziellen Angaben waren die Trümmer von «Phobos-Grunt» am Sonntagabend Schweizer Zeit rund 1250 Kilometer westlich der im Süden Chiles gelegenen Insel Wellington ins Meer gefallen.

Die Raumsonde hatte bis 2014 den Marsmond Phobos erforschen und Proben zur Erde bringen sollen. Wegen der Panne am Triebwerk kam sie aber nicht über die Erdumlaufbahn hinaus. Mit der ersten interplanetaren Mission seit 15 Jahren hatte Russland nach mehreren Rückschlägen wieder international Eindruck machen wollen.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Moskau - Die russische Raumsonde «Phobos-Grunt» ist am ... mehr lesen
Die Marsmond-Sonde Phobos-Grunt.
Moskau - Knapp zwei Tage nach der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA hat auch die russische Raumfahrtbehörde Kontakt mit der verloren geglaubten Marsmondsonde «Phobos-Grunt» aufnehmen können. mehr lesen 
Moskau - Russlands erster ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Sieben Stunden lang pumpte Astronaut Jeff Williams das Modul «Beam» in kleinen Schüben auf, bis es am Samstag um 16.00 Uhr (22.00 Uhr MESZ) ganz entfaltet war.
Sieben Stunden lang pumpte Astronaut Jeff Williams das Modul «Beam» in ...
Raumfahrt-Experiment zu guter Letzt erfolgreich  Washington - Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Zwei Tage nach dem abgebrochenen Versuch, die Internationale Raumstation ISS durch ein aufblasbares Modul zu erweitern, ist der US-Weltraumbehörde NASA das Experiment doch noch gelungen. mehr lesen 
Raumsonde Rosetta  Bern - Die Raumsonde Rosetta hat eine Aminosäure und Phosphor ... mehr lesen  
Die hellen Strahlen rund um den Kometen Tschuri nennt man Koma.
Modul gerade einmal ein paar Zentimeter aufgeblasen  Miami - Ein Experiment mit einem aufblasbaren Wohnraum-Modul an der Internationalen Raumstation ISS ist fehlgeschlagen. Das neuartige Modul mit dem Namen «Beam», das an die Raumstation ... mehr lesen  
Ungewöhnlicher Vorgang  Winterthur ZH - Im südwestlichen Quadranten der Sonne zeigt sich derzeit ein ungewöhnlich grosser ... mehr lesen  
Der Sonnenfleck entspricht einem Durchmesser der doppelt so gross ist wie die Erde.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 16°C 31°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 17°C 32°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 17°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 17°C 30°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 18°C 30°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 19°C 33°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 23°C 32°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten