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Gestern flog das Eishockey-Nationalteam nach Wien, wo am nächsten Wochenende die Weltmeisterschaft beginnt.
Am Mittwochabend treffen die Schweizer in der Hauptprobe in der Wiener Stadthalle auf Gastgeber Österreich.
Die Bedeutung des letzten Testspiels vor der WM ist allerdings gering. Schon oft wars bei Schweizer Nationalmannschaft so, dass auf eine gelungene Hauptprobe ein missglückter WM-Start folgte.
Auch für die Nationalspieler stellt das letzte Vorbereitungsspiel eine heikle Aufgabe dar: Den letzten "Cut" nahm Ralph Krueger letzte Woche vor, die Akteure haben das WM-Ticket auf sicher, keiner will sich im letzten Probegalopp noch eine Verletzung zuziehen.
Starke Defensive und Torhüter
Ralph Krueger: "Das Resultat gegen Österreich werden wir auf keinen Fall überbewerten. Sehr wichtig aber ist, nochmals eine Partie in unserem System durchzuspielen. Die Resultate während der Vorbereitung waren gut, nun gilt es noch an der Feinarbeit zu schleifen."
Das Schweizer System basiert auf starker Defensive und überdurchschnittlichen Torhütern (Gerber, Aebischer). In den ersten sechs WM-Vorbereitungsspielen kassierte das Schweizer Team bloss sieben Gegentore.
Aus den letzten zwölf Länderspielen resultierten neun Siege, zwei Remis und nur eine Niederlage. Die letzte Niederlage gegen Österreich setzte es im Februar 1997 ab (0:2 in Duisburg). Sie kostete damals die Olympiatickets für Nagano. Seither gewann die Schweiz sechs Mal, dreimal resultierten Unentschieden.
Konkurrenzkampf geht weiter
Obwohl das WM-Team seit Samstag steht, herrscht im Schweizer Team weiter Konkurrenzkampf. 25 Spieler flogen nach Wien, nur 23 Akteure (3 Torhüter, 20 Feldspieler) können die Vorrunde bestreiten. Erst nach den Partien gegen Tschechien, Kasachstan und Deutschland können zwei Spieler nachgemeldet werden.
Die letzten Nominierungen hängen vom Gesundheitszustand einiger angeschlagener Spieler ab. Severin Blindenbacher (Schultergelenk) verpasste beide Länderspiele gegen Weissrussland, und auch Goran Bezina (Rücken) und Mark Streit (Hüfte) mussten während der letzten zwei Wochen für mindestens ein Spiel geschont werden.
Krueger: "Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass alle schon in der Vorrunde einsetzbar sind." Dennoch: weil es sich bei den angeschlagenen Akteuren ausschliesslich um Verteidiger handelt, erwägt Krueger, für das erste WM-Spiel vom Sonntagnachmittag gegen Tschechien eine dezimierte Equipe zu nominieren.
Krueger: "Wenn wir für die erste Partie noch nicht alle 23 Positionen besetzen, könnten wir auf Ausfälle reagieren. Und in der Vorrunde wird vor allem wichtig sein, dass wir uns gegen Kasachstan und Deutschland optimal positionieren können."
Das Schweizer WM-Kader
Torhüter (3): David Aebischer (Lugano). Marco Bührer (Bern). Martin Gerber (Färjestad).
Verteidiger (8): Goran Bezina (Servette). Severin Blindenbacher (Kloten). Beat Forster (Davos). Cyrill Geyer (Rapperswil). Olivier Keller (Lugano). Mathias Seger (ZSC Lions). Mark Streit (ZSC Lions). Julien Vauclair (Lugano).
Stürmer (14): Andres Ambühl (Davos). Patrik Bärtschi (Kloten). Flavien Conne (Lugano). Patric Della Rossa (Zug). Paul Di Pietro (Lugano). Patrick Fischer (Zug). Sandy Jeannin (Lugano). Romano Lemm (Kloten). Thierry Paterlini (ZSC Lions). Martin Plüss (Frölunda). Kevin Romy (Servette). Ivo Rüthemann (Bern). Adrian Wichser (Lugano). Thomas Ziegler (Bern).
(SI - Rolf Bichsel/Si)




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