Hausärzte sollen mehr verdienen
publiziert: Sonntag, 29. Mrz 2009 / 11:17 Uhr

Bern - Kantone befürchten ein Hausarztsterben und damit Probleme bei der medizinischen Grundversorgung. Ein Mittel dagegen könnten höhere Löhne für Hausärzte sein - und tiefere für Spezialisten, sagt der Vizepräsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz.

Hausärzte gehören zur medizinischen Grundversorgung.
Hausärzte gehören zur medizinischen Grundversorgung.
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«Bestimmte Spezialärzte verdienen zu viel», erklärte der Basler CVP-Regierungsrat Carlo Conti in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Die grossen Einkommensunterschiede müssten ausgeglichen werden.

«Wir Gesundheitsdirektoren fordern den Ärzteverband FMH auf, den Ärztetarif Tarmed zu kündigen und ihn neu auszuhandeln und die Hausärzte auf Kosten der Spezialisten besserzustellen», sagte er.

Wenn aber die Ärzte die «schiefe Einkommensverteilung» nicht selbst in Ordnung brächten, müsse die Politik eingreifen, erklärte Conti. Den Ansatz von Gesundheitsminister Pascal Couchepin, die Tarife der Hausärzte per Notrecht zu erhöhen, bezeichnete Conti als gut: «Wir könnten auch den Weg übers Parlament gehen.»

«Die Leistungen an Spezialisten würden dann entsprechend reduziert»

Eine Möglichkeit sei, dass Grundversorger, die nicht dem Ärztestopp unterlägen, tariflich besser gestellt würden. «Die Leistungen an Spezialisten würden dann entsprechend reduziert.»

Für den geplanten Streik der Hausärzte am kommenden 1. April zeigte der Vizepräsident der Kantonalen Gesundheitsdirektoren gewisses Verständnis. «Studien belegen die schwindende Attraktivität des Hausarztberufes.» Die Ärzte streiken, weil die neuen Labortarife das Aus vieler Praxislabors bedeuten.

Vor gut einer Woche hatte das Departement des Innern (EDI) bestätigt, dass es eine Revision der Tarmed-Punkte prüfe. Mit dem jetzigen System sei es nicht möglich, die grossen Einkommensunterschiede zwischen den beiden Ärztekategorien auszugleichen. Deshalb arbeite das Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine Studie aus, ob eine Änderung des Tarmed-Systems machbar sei.

(li/sda)

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