Hausärzte wollen ihre Schlagkraft erhöhen
publiziert: Freitag, 18. Sep 2009 / 14:57 Uhr

Basel - Die Hausärzte in der Schweiz wollen auf politischer Ebene ihre Schlagkraft erhöhen. Sie haben sich neu im Verband «Hausärzte Schweiz» organisiert, in dem drei Fachgesellschaften vereinigt sind.

Drei Fachgesellschaften tun sich zusammen.
Drei Fachgesellschaften tun sich zusammen.
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Zum «Berufsverband der Haus- und Kinderärzte (Hausärzte Schweiz)» zählten rund 7000 Ärztinnen und Ärzte aus der ganzen Schweiz, teilte der Verband mit.

Verbandsziel sei «die Bündelung der standespolitischen Kräfte, die Erhöhung der politischen Schlagkraft und eine klare, einstimmige Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit».

Gegründet wurde der Verband von den bisherigen Fachgesellschaften der Allgemeinmediziner (SGAM), der Internisten (SGIM) und der Pädiater (SGP). «Hausärzte Schweiz» soll diese nicht vollständig ersetzen, die Ärzte jedoch gewerkschaftlich, politisch und in den Medien vertreten. Die fachlichen Aufgaben bleiben bei den drei Fachverbänden.

Zum Präsidenten von «Hausärzte Schweiz» wurde Marc Müller aus Grindelwald BE gewählt. Vizepräsidenten sind François Héritier aus Courfaivre JU und Jürg Rufener aus Interlaken BE. Weiter gehören dem Vorstand sechs weitere Ärztinnen und Ärzte an.

Die Gründungsversammlung fand am europäischen Wonca-Kongresses der Hausärzte in Basel statt. Sie sei auch Folge der Ärzte-Kundgebungen in Schweizer Städten gegen die Senkung der Labortarife vom 1. April, hiess es. Als erstes Projekt will «Hausärzte Schweiz» die Initiative «Ja zur Hausmedizin» unterstützen, die am 1. Oktober lanciert werden soll.

(ht/sda)

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