Heftige Gefechte in Gaza
publiziert: Dienstag, 13. Jan 2009 / 07:01 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 13. Jan 2009 / 19:21 Uhr

Gaza - Die israelische Armee ist am 18. Tag ihrer Militäroffensive im Gazastreifen so weit wie nie zuvor in die Vororte von Gaza-Stadt vorgerückt. Soldaten lieferten sich dort laut Augenzeugen Gefechte mit militanten Palästinensern.

3 Meldungen im Zusammenhang
Nach Angaben eines israelischen Militärsprechers wurden ein Offizier schwer und zwei weitere Soldaten leicht verletzt, als eine Sprengstofffalle während einer Hausdurchsuchung explodierte.

Nach Armeeangaben wurden 30 militante Palästinenser bei den Feuergefechten getroffen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Gaza sind seit Beginn der israelischen Militäroffensive mindestens 930 Palästinenser getötet und weitere rund 4300 verletzt worden.

Humanitäre Hilfe durfte passieren

Ungeachtet der anhaltenden Gewalt liess die Armee mehr als 100 Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern in den Gazastreifen passieren. Zuvor waren auf israelischem Boden nach Armeeangaben wieder mindestens vier Raketen eingeschlagen.

18 Tage nach Beginn der israelischen Militäroffensive gehen die Bemühungen um eine Waffenruhe weiter. Der UNO-Sicherheitsrat will heute erneut zusammentreten.

Ban Ki-Moon trifft sich zu Gesprächen

UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon brach derweil zu einer Reise in die Region auf. Er will bei Gesprächen in Ägypten, Israel, Jordanien und Syrien zu einem Waffenstillstand drängen.

Im Gazastreifen sind mehrere von Dänemark unterstützte Hilfsprojekte von israelischen Bomben getroffen worden. Nun prüft die Regierung in Kopenhagen Schadensersatzansprüche gegen Israel. Unter anderem sind gemäss dänischen Angaben drei mobile Kliniken und ein Spital sowie ein Behandlungszentrum für Folteropfer getroffen worden.

IKRK fordert humanitären Korridor

Unterdessen hat die Rotkreuz-Bewegung einen gesicherten humanitären Korridor gefordert. Dieser soll die Versorgung und Pflege der Opfer des Konflikts ermöglichen.

IKRK-Präsident Jakob Kellenberger verlangte bei einem Besuch im Schifa-Spital im Gazastreifen, dass die Konfliktparteien die medizinischen Helfer verschonten. Der Schutz der Mediziner-Teams sei «absolut notwendig und nicht verhandelbar».

Die israelische Offensive im Gazastreifen dauert seit dem 27. Dezember an. Bei dem Militäreinsatz wurden nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte mehr als 900 Palästinenser getötet, etwa 4100 wurden verletzt.

(fest/sda)

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Ziel der Juden - Besitz der Westbank !
Erez-Israel heist das Ziel !! Dazu gehört das systematische Zerstören des Lebensraumes der noch übriggebliebenen Palestinensergebiete auf der gesammten Westbank, die noch nicht OKUPIERT wurden von den so netten jüdischen Siedlern einerseits, oder von der Israelischen Armee andereseits.
Was jetzt im Gaza -Streifen abgeht kann man nur noch als TERORISMUS bezeichnen. Da wird im Ernst von der jüdischen Seite behauptet sie seien Jene die terrorisiert werden. Frage, wie verhält sich eine Spezies wenn sie gefangen (Eingemauert und Grenzen dicht), mit dem Lebensnotwendigsten nur bedient wenn es den Israelis gerade passt, was selten genug der Falli ist, und unter unvorstellbaren Bedingungen versucht zu überleben - ! Richtig, sie wehrt sich (Kasam-Raketen) ! Das gehört ins Kallkül der Israelis weil dadurch die ZYNISCHE Berechtigung für ein erneuter Wiedereinmarsch der Armee gegeben ist. Das hat System !!!!
Das ist Machtdemonstration
Der Israelische Staat rechtfertigt seine Offensive mit der Begründung sich zu Verteidigen. Das wäre ungefähr das selbe wie wenn Grossbritannien auf einmal in Irland einmarschiert wäre weil sich dort Radikale elemente der IRA aufhilten. Anstatt den Konflikt da an zu packen wos nötig wäre, nämlich einen Dialog mit der Arabischen Welt auf zu nehmen, macht Israel genau das was nähmlich nichts bringt. Sie können die Hamas vielicht schädigen und ihnen empfindliche Verluste zufügen, aber in ein paar Jahren fängt das ganze wieder von vorne an. Mit diesem Angriff erreicht Israel genau das gegenteil von dem was es eigentilch will. Nicht nur das Sie nun gemässigte Palestinänser in die Arme der hamas treiben, nein Sie provozieren damit auch noch die ganze Arabische Welt. Und wirklich darunter zu leiden hat nicht die Hamas, sondern die Bevölkerung. Vor allem bin ich von den Europäischen Staaten sehr entäuscht, dass Sie sich so passiv verhalten und nicht bereit sind Stellung zu beziehen. Das was da passiert hat nichts mit Verteidigung zu tun und ist nicht zu rechtfertigen. Immer wieder verurteilt Israel die Attentate der Hamas bei dem Menschen umkommen. Aber inwiefernt unterscheiden sich diese Anschläge nun davon was Israel macht? Ach ja, natürlich eine Reguläre Armee. Da ist es ja ok wenn es "Kollateralschäden" gibt. Ich möchte nicht Partei ergreifen. Weder habe ich was gegen Israel noch gegen Palästina. Aber was Israel da macht ist meiner Meinung nach mehr als nur Fragwürdig.
Opfer...
Das Ziel, das sich Israel gesteckt hat, ist die Zerstörung oder zumindest Schwächung aller militanten Kräfte, insbesondere der Hamas. Dass dies mit vielen Opfern erkauft werden muss, ist schon klar. Die Verluste an Zivilisten resultieren teilweise aus der Taktik, Kämpfer, Waffen und Munition an allen möglichen öffentlichen Orten zu verstecken. Somit tragen die Palästinenser zumindest Mitschuld daran. Ich hoffe, dass Israel wenigstens anschliessend zumindest für ein paar Jahre Ruhe hat.
So handelt kein zivilisierter Staat
Wer die Opferbilanz dieses Konflikts betrachtet muss zwangsläufig zum Schluss kommen, dass dies kein Verteidigunskrieg sondern ein Abschlachten von Palästinensern durch Israel ist. So handelt kein zivilisierter Staat - auch nicht mit der Berechtigung sich gegen Terroristen zu wehren.
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