Religiös motivierte Zusammenstösse in Kairo
Heftige Zusammenstösse zwischen Muslimen und Christen in Kairo
publiziert: Sonntag, 15. Mai 2011 / 09:37 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 15. Mai 2011 / 13:52 Uhr
Aus Sicherheitskreisen verlautete, mehr als 100 Personen hätten die Demonstranten angegriffen.
Aus Sicherheitskreisen verlautete, mehr als 100 Personen hätten die Demonstranten angegriffen.

Kairo - Bei Zusammenstössen zwischen Muslimen und koptischen Christen sind in der ägyptischen Hauptstadt Kairo am Samstagabend mehr als 50 Menschen verletzt worden. Die meisten Verwundeten hätten Brüche und Prellungen erlitten, erklärte ein Vertreter des Gesundheitsministeriums.

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Auslöser war nach Angaben der Polizei ein Streit zwischen einem jungen Muslim und Kopten, die im Zentrum Kairos vor dem Gebäude des Staatsfernsehens einen Sitzstreik abhielten. Die Protestaktion der Kopten richtete sich gegen einen Angriff auf zwei Kirchen im Stadtteil Imbaba, in dessen Folge am 7. Mai 15 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden waren.

Nach Angaben der Polizei kehrte der junge Muslim nach dem Streit, der am Samstag Auslöser der Zusammenstösse war, mit mehreren Freunden und einem Jagdgewehr zurück und gab mehrere Schüsse auf die Kopten ab. Daraufhin hätten sich die beiden Lager gegenseitig mit Steinen beworfen. Zudem seien Molotowcocktails auf Autos der Christen geflogen.

Verhärtete Fronten

Am Sonntag versammelten sich unter starkem Polizeischutz rund tausend Kopten mit Holzkreuzen vor dem Sitz des Staatsfernsehens. «Wir sind Ägypter, keine Ausländer. Wir sind das ursprüngliche Volk Ägyptens. Die Polizei steht auf der Seite der Muslime und die Armee schaut zu», sagte ein Demonstrant.

Seit den Ausschreitungen in Imbaba ist die Stimmung stark angespannt. Die muslimischen Angreifer hatten bei dem Vorfall angegeben, eine Frau aus einer Kirche befreien zu wollen, die zum Islam übergetreten sei und einen muslimischen Mann heiraten wollte.

Seit Monaten mehren sich in Ägypten die Angriffe auf die koptische Minderheit. Bis zu zehn Prozent der Ägypter sind Kopten. Sie klagen seit langem über Diskriminierung und warnen, dass seit dem Sturz des langjährigen Präsidenten Husni Mubarak am 11. Februar die Präsenz und der Einfluss der Islamisten in der Öffentlichkeit gestiegen sei.

(asu/sda)

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Wer es genauer wissen will

http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611/Doc~E2671621C...

„Dann wollen wir, daß die Fahne des Islam wieder über diesen Landschaften weht, die das Glück hatten, eine Zeitlang unter der Herrschaft des Islam zu sein und den Ruf des Muezzins Gott preisen zu hören. Dann starb das Licht des Islam aus und sie kehrten zum Unglauben zurück. Andalusien, Sizilien, der Balkan, Süditalien und die griechischen Inseln sind alle islamische Kolonien, die in den Schoß des Islam zurückkehren müssen. Das Mittelmeer und das Rote Meer müssen wieder islamische Binnenmeere wie früher werden.“ Diese Sätze stammen nicht von Al Qaida; sie finden sich im Programm, das der Gründer der Muslim-Brüderschaft Hassan Al Banna in einer Rede formulierte."
Wenn die radikalen
Muslime in Ägypten erst die Macht übernommen haben, und das werden sie, dann dürfte es für die Kopten erst richtig heiss werden. Vielleicht empfiehlt es sich für die Kopten jetzt schon auszureisen nach D, A oder CH. In diesen drei Länder gibt es am meisten Sozialhilfegelder und die Bevölkerungen dieser drei Länder sind immer bereit Verfolgten zu helfen und mit ihrem Steuergeld die Kosten für die Flüchtlinge zu übernehmen.W
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