Heftiger Luftkrieg über Irak
publiziert: Freitag, 21. Mrz 2003 / 22:52 Uhr / aktualisiert: Freitag, 21. Mrz 2003 / 23:58 Uhr

Bagdad - Die USA haben mit dem erwarteten Luftkrieg gegen Hunderte von militärischen Zielen in Irak begonnen. Bagdad stand wiederholt unter massivem Beschuss. Dabei wurde auch der wichtigste Palast des irakischen Machthabers Saddam Hussein getroffen.

Die ersten Bomben fielen gegen 20.05 Uhr Ortszeit (18.05 MEZ). Dutzende Explosionen erschütterten nach Angaben eines Korrespondenten der Nachrichtenagentur afp die irakische Hauptstadt.

Zwei Stunden nach dem Angriff auf das Zentrum Bagdads wurde die Stadt am späten Abend von einer zweiten Angriffswelle getroffen.

Korrespondenten verschiedener Nachrichtenagenturen meldeten auch Luftabwehrfeuer und Explosionen aus den nordirakischen Städten Mosul und Kirkuk.

Die Türkei öffnete am Abend den Luftraum für US-Militärflugzeuge. Rund 1000 türkische Soldaten sind in der Nacht zum Samstag in den Norden des Irak einmarschiert. Dies berichtete das türkische Fernsehen.

Aussenminister Abdullah Gül hatte den Einmarsch türkischer Truppen nach Nordirak zuvor angekündigt. Einen Zeitpunkt nannte er am Freitagabend in Ankara jedoch nicht.

Der irakische Verteidigungsminister Sultan Haschem Ahmed erklärte während der Angriffe, keine Macht der Welt wird uns besiegen. Nach der ersten Angriffswelle hatte das irakische Staatsfernsehen Bilder von Saddam Hussein und dessen Sohn Kusai gezeigt. Es ist unklar, von wann die Aufnahmen stammten.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sagte in Washington: Das Regime beginnt, die Kontrolle über sein Land zu verlieren, erklärte Rumsfeld. Die Konfusion der irakischen Militärs werde grösser, da sie immer weniger erkennen könnten, was an den Fronten geschehe.

US-Generalstabschef Richard Myers kündigte an, mehrere hundert militärische Ziele sollten in den kommenden Stunden noch angegriffen werden. Mit der shock and awe-Strategie (Schock und Einschüchterung) soll die irakische Führung zur Aufgabe gezwungen werden.

Unterdessen drangen die Bodentruppen in Südirak rund 160 Kilometer weit auf irakischem Gebiet vor. Britische Truppen nahmen die für den Ölverkehr wichtige Halbinsel Fao und die Hafenstadt Umm Kasr ein und besetzten zentrale Ölanlagen. Die US-geführten Truppen stiessen teils auf heftigen Widerstand. Auf beiden Seiten wurden mindestens je zwei Soldaten getötet.

In Basra, der zweitgrössten Stadt Iraks, drangen die Truppen nach eigenen Angaben in die Vororte ein. Ein Sprecher der britischen Truppen in Katar sagte, die Soldaten könnten in drei bis vier Tagen Bagdad erreichen.

(bert/sda)

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