Heimarzt wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen
publiziert: Donnerstag, 31. Aug 2006 / 23:46 Uhr

Luzern - Der ehemalige Arzt des Luzerner Pflegeheims Eichhof ist wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen worden.

Das Pflegeheim Eichhof in Luzern.
Das Pflegeheim Eichhof in Luzern.
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Überdies wurde er mit einer Busse von 15 000 Franken bestraft. Er hatte im Fall des «Todespflegers von Luzern» zu spät eingegriffen.

Dies berichtete am Abend die Nachrichtensendung «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens. Der Sohn der letzten vom Todespfleger umgebrachten Frau hatte gegen den Heimarzt eine Privatklage eingereicht.

Sorgfaltspflicht verletzt

Er wollte abklären lassen, ob der Tod seiner Mutter hätte verhindert werden können, da der Arzt offensichtlich bereits Hinweise auf das Handeln des Pflegers hatte. Die Untersuchung des Falles durch einen ausserordentlichen Amtsstatthalter ist nun abgeschlossen und das Urteil gefällt, wie verschiedene Personen gegenüber «10 vor 10» sagten.

Der ehemalige Arzt habe, so das Urteil des Amtsstatthalters, die Sorgfaltspflicht verletzt. Der Stadtluzerner Sozialdirektor Ruedi Meier will den Entscheid an die nächste Instanz weiterziehen, wie er in der Sendung sagte.

Krankenpfleger wegen Mordes verurteilt

Das Luzerner Kriminalgericht hatte den Krankenpfleger des Mordes in 22 Fällen schuldig befunden. In weiteren drei Fällen wurde er des vollendeten Mordversuchs und in zwei des unvollendeten Mordversuchs schuldig gesprochen, zusätzlich zur Verurteilung wegen Mordes.

Der Mann legte gegen das Urteil Berufung ein. Das Luzerner Obergericht bestätigte allerdings im Februar dieses Jahres die Maximalstrafe. Bei der Beurteilung der Delikte wich das Obergericht jedoch in einzelnen Punkten von der Vorinstanz ab.

Das Gericht taxierte noch sieben und nicht mehr 22 Fälle als Mord. Dazu kommen 15 vorsätzliche Tötungen sowie drei vollendete und zwei unvollendete Tötungsversuche. Die Fälle spielten sich zwischen 1995 und 2001 ab.

(bert/sda)

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