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Heimvorteil wieder bei Lugano
publiziert: Dienstag, 1. Mrz 2005 / 22:46 Uhr

Mit einer imponierenden Leistung reagierte der HC Lugano auf die Startpleite vom letzten Samstag. Mit vier Toren im zweiten Abschnitt legten die Tessiner die Basis zum 5:2-Auswärtssieg beim SC Bern. Lugano holte damit den Heimvorteil wieder zurück.

Marco Bührer konnte einem fast leid tun. Jubel der Luganer nach dem 3:0.
Marco Bührer konnte einem fast leid tun. Jubel der Luganer nach dem 3:0.
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Die Vorentscheidung fiel vor und kurz nach der ersten Pause. Bern-Goalie Marco Bührer, der zuvor in sieben Partien bloss zehn Gegentore kassierte, liess zwischen der 16. und der 24. Minute drei von sieben Schüssen passieren. Marco Bührer trug indes sicher nicht die Schuld an der ersten Berner Niederlage nach sechs Siegen und zwei Remis.

Vielmehr agierte Lugano diesmal so abgeklärt, clever und auch überlegen wie Bern vor drei Tagen. Bern dominierte im Hexenkessel Allmend (auch Spiel 4 ist schon ausverkauft) den ersten Abschnitt mit 18:9 Torschüssen, kam jedoch schon während diesen Phasen zu wenigen ganz guten Abschlussszenen.

Anders Lugano: Schon vor dem ersten Tor deuteten Keith Fair (15.) und Mike Maneluk (16.) die Gefährlichkeit der Gäste an. Steve Hirschi gelang nach 16 Minuten per Sonntagsschuss am Dienstagabend das Führungstor; Flavien Conne nach 15 Sekunden des zweiten Abschnitts und Mike Maneluk drei Minuten später erhöhten daraufhin in Überzahl auf 3:0.

Im Gegensatz zu Spiel 1 erwies sich diesmal Lugano in Über- und Unterzahl als effizienter: Lugano erzielte (wie Bern am Samstag) aus drei Powerplays zwei Tore und kam sogar zu einem Shorthander. Der SCB blieb in fünf Powerplays ohne Ertrag, wodurch auch nicht ins Gewicht fiel, dass Nummelin-Ersatz Jame Pollock sechs Minuten lang auf der Strafbank sass. Luganos grosse Figur war der Kanadier Mike Maneluk, welcher das 1:0 vorbereitete und das 3:0 und 4:0 selber erzielte. Am Samstag beim 0:2 in der Resega hatte Maneluk beide Gegentore von der Strafbank aus miterlebt.

Nicht geglückt ist auf Seiten Berns der Einstand Henrik Tallinders. Für den Schweden musste Jean-Pierre Dumont trotz fünf Skorerpunkten in vier Spielen auf die Tribüne. Tallinder erhielt wenig Eiszeit, setzte keine Impulse und fälschte beim 1:5 auch noch einen Puck ins eigene Tor ab.

Bern - Lugano 2:5 (0:1, 1:4, 1:0)
BernArena. -- 16 771 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Reiber, Popovic/Schmid. -- Tore: 16. Hirschi (Peltonen, Maneluk) 0:1. 21. (20:15) Conne (Wichser/Ausschluss Marco Käser) 0:2. 24. Maneluk (Jeannin/Ausschlüsse Schrepfer, Rötheli) 0:3. 33. Maneluk (Hirschi/Ausschluss Fair!) 0:4. 35. Steinegger (Sarault, Briere/Ausschluss Fair) 1:4. 38. Jeannnin (Conne) 1:5. 49. Dominic Meier (Bordeleau, Rüthemann) 2:5. -- Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Bern, 6mal 2 Minuten gegen Lugano.

Bern: Bührer; Marc Leuenberger, Steinegger; Thomas Ziegler, Tallinder; Rolf Ziegler, Dominic Meier; Philippe Furrer, Jobin; Dubé, Bordeleau, Rüthemann; Sarault, Briere, Reichert; Marco Käser, Rötheli, Schrepfer; Neuenschwander, Cereda, Botter.

Lugano: Aebischer; Pollock, Julien Vauclair; Hänni, Hirschi; Guyaz, Keller; Cantoni; Wichser, Conne, Jeannin; Maneluk, Gardner, Peltonen; Gelinas, Di Pietro, Fuchs; Näser, Aeschlimann, Fair; Reuille.

Bemerkungen: Bern ohne Gerber (verletzt) und Dumont (überzählig), Lugano ohne Nummelin (verletzt) und Gratton (überzählig).

(Rolf Bichsel, Bern/Si)

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