Helfer empört über Schicksal der Flüchtlingsfamilie
publiziert: Montag, 16. Jun 2008 / 16:47 Uhr

Lugano - Die Flüchtlingsfamilie aus der Ukraine, die im Januar in den Tessiner Bergen kurz vor dem Erfrieren gerettet wurde, will in der Schweiz bleiben. Gegen die Ablehnung ihres Asylgesuches wird sie höchstwahrscheinlich Beschwerde einreichen.

Die Familie muss zurück in die Ukraine. (Symbolbild)
Die Familie muss zurück in die Ukraine. (Symbolbild)
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Dies sagte Pater Martino Dotta, der sich im Tessin um die Familie gekümmert hatte, in einem Interview auf dem Onlineportal «Ticinonews». Dotta ist im übrigen verärgert über die Vorgehensweise des Bundesamtes für Migration (BFM).

Die ukrainische Familie habe aus der Sonntagspresse erfahren müssen, dass ihr Asylgesuch abgewiesen worden sei. Bisher habe sie vom BFM noch keinen offiziellen Bescheid erhalten, sagte Dotta.

BFM-Sprecher Jonas Montani erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, der ablehnende Bescheid sei am späteren Nachmittag per Einschreiben von Chiasso dem Anwalt in Lugano zugesandt worden. Gewöhnlich seien solche Briefe am anderen Tag beim Empfänger.

Auskunftspflicht

Am Freitag habe das Bundesamt dann Medienanfragen beantwortet - absichtlich erst dann. Die «NZZ am Sonntag» habe schliesslich über die Ablehnung berichtet. Das Amt habe eine Auskunftspflicht und Anfragen zu dem Fall seien praktisch täglich eingetroffen.

Die Ukraine gilt für die Schweiz als sicheres Land. Im Tessin hatten SP und katholische Hilfswerke über 700 Unterschriften für die Familie gesammelt, die Ende Januar von der Rega unterhalb des Monte Lema aus dem Schnee gerettet worden war.

Die 47-jährige Mutter und ihre fünf Kinder im Alter zwischen 9 und 21 Jahren hatten versucht, über die Berge in die Schweiz einzureisen. Mit einem Funkgerät konnten sie kurz um Hilfe rufen.

(smw/sda)

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