Anklage fordert fünf Jahre Zuchthaus
Helikopterunternehmer wegen Betruges vor Gericht
publiziert: Montag, 12. Mrz 2001 / 08:20 Uhr

Baden - Der ehemalige Helikopterunternehmer Viktor Granella steht ab Mittwoch ein weiteres Mal vor Gericht. Dem 60-jährige Aargauer wird vorgeworfen, die Zerstörung von zwei Helikoptern in Auftrag gegeben und die Versicherungssumme kassiert zu haben.

Der Heliunternehmer aus Würenlingen AG muss sich vor dem Bezirksgericht Baden wegen Versicherungsbetrug und Gefährdung des Lebens verantworten. Der Staatsanwalt fordert fünf Jahre Zuchthaus sowie eine Busse von 20 000 Franken. Vorgeladen sind nicht weniger als 18 Zeugen.

Crash-Piloten bereits verurteilt

Gemäss Anklageschrift hat der Angeklagte vor zehn Jahren zwei seiner Piloten beauftragt, ihre Helikopter zu Schrott zu fliegen. Als Belohnung habe er ihnen dafür Geld versprochen.

Darauf zerstörte einer der beiden Crash-Piloten seinen Helikopter am 10. Dezember 1991 in Amlikon TG auf einer Wiese, der andere kollidierte mit seinen Fluggerät im März 1992 in Würenlingen mit dem Heimathangar. Sie gaben an, auf Weisung von Viktor Granella gehandelt zu haben.

Piloten mit Auftrag in Lebensgefahr gebracht

Für ihre Tat wollen die beiden Piloten insgesamt je rund 150 000 Franken erhalten haben. Die Tui-Air AG hatte für die beiden überversicherten Helikopter rund 4,3 Mio. Franken erhalten. Beide Piloten wurden dafür 1999 vom Bezirksgericht Baden zu bedingten Zuchthausstrafen von 18 Monaten verurteilt.

Für den Staatsanwalt steht fest, dass Viktor Granella nicht nur die Versicherung hinters Licht geführt, sondern auch seine beiden Piloten in Lebensgefahr gebracht hat. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Der Prozess in Baden dauert vier Tage.

Bereits wegen Falschgeldhandel verurteilt

Viktor Granella ist bereits im Februar 1996 in Deutschland vom Landgericht Konstanz wegen Falschgeldhandel zu 3 1/2 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Der Heliunternehmer war am 20. Oktober 1994 auf dem Flugplatz von Donaueschingen im Schwarzwald mit gefälschten 100- Dollar-Noten im Wert von 1,2 Mio. Franken verhaftet worden. Diese Strafe hat Granella abgesessen.

Neben Granella ist auch ein ehemaliger Helipilot der Tui-Air angeklagt. Für den heute in Amerika fliegenden Mann wird eine Gefängnisstrafe von 8 Monaten wegen Gehilfenschaft zu Betrug beantragt.

(bb/sda)

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