Helmpflicht auf Schweizer Skipisten nicht notwendig
publiziert: Mittwoch, 4. Feb 2004 / 10:46 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 4. Feb 2004 / 12:25 Uhr

Bern - Ein Helmobligatorium für jugendliche Skifahrer und Snowboarder wie in Italien steht in der Schweiz nicht zur Diskussion. Fachleute setzen auf Prävention und Einsicht. Und die sportliche Schweizer Jugend findet das Helmtragen ohnehin cool.

Die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) empfiehlt das Helmtragen auf Skipisten. Für ein Obligatorium ist sie nicht zu haben. Eine Helmtragpflicht sei nicht so leicht einzuführen und auch durchzusetzen, sagt bfu-Mediensprecher Rolf Moning.

Eine Ausnahme macht die bfu: Sie ist für ein Helmobligatorium in Schneesportschulen und Skilagern, weil Kopfverletzungen bei Kindern häufiger vorkommen. Ansonsten wird das Helmtragen mit Kampagnen für vier Sportarten propagiert, darunter für das Skifahren und Snowboarden.

Die Kampagnen zeigten Wirkung. Ende letzten Winters waren Helme praktisch ausverkauft. Gemäss Erhebungen der Beratungsstelle tragen inzwischen 13 Prozent der Skifahrer und 20 Prozent der Boarder eine schützende Schale auf dem Kopf. Besonders fleissige Helmträger sind Jugendliche bis 17 Jahre. Mit zunehmenden Alter nimmt die Lust auf den Helm ab.

Der Verband Seilbahnen Schweiz ist ebenfalls kein Verfechter eines Obligatoriums. Der Helm sei zu einem modischen Accessoire geworden, und die Jugend finde das Helmtragen sowieso cool, sagt Felix Maurhofer, Mediensprecher des Seilbahnverbandes. Empfohlen wird das Helmtragen Kindern, Jugendlichen sowie Schneesport-Lehrer wegen deren Vorbildfunktion.

In Italien wird das Helmtragen auf Skipisten Anfang nächsten Jahres für Kinder unter 14 Jahren zur Pflicht. Das Parlament in Rom erliess eine gesetzliche Regelung, nachdem mehrere Abfahrer bei Zusammenstössen ums Leben gekommen waren.

In der Schweiz verunfallten 2001 rund 43 000 Skifahrer und etwa 25 000 Snowboarder. Diese Zahlen beeindrucken zwar, doch nach bfu-Angaben sind weniger als 10 Prozent der Unfälle auf Pisten die Folge von Kollisionen.

Auch wenn immer schneller gefahren wird, ist die Zahl der Skiunfälle in den letzten zehn Jahren gesunken, wie einer Statistik des grössten Schweizer Unfallversicherers, der Suva, zu entnehmen ist. Der Rückgang bei den Skiunfällen wurde jedoch durch den Anstieg der Snowboardunfälle nahezu kompensiert.

(fest/sda)

 
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