Helmut Maucher krisitiert Millionensaläre
publiziert: Freitag, 26. Mai 2006 / 11:15 Uhr / aktualisiert: Freitag, 26. Mai 2006 / 11:35 Uhr

Zürich - Der langjährige Nestlé-Chef Helmut Maucher hat die Millionensaläre einiger Topmanager hart kritisiert.

Helmut Maucher sieht die gesellschaftliche Akzeptanz des Systems gefährdet.
Helmut Maucher sieht die gesellschaftliche Akzeptanz des Systems gefährdet.
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«Solche Riesenbeträge sind einfach lächerlich», sagte der Ehrenpräsident von Nestlé in einem Interview mit der Zeitung «Blick».

«Die sollten nicht so geldgierig herumlaufen und sich nur vom Geld motivieren lassen. Die verdienen doch alle genug», sagte Maucher. Der 78-Jährige kritisierte damit auch seinen Nachfolger, Nestlé-Chef Peter Brabeck, dessen Lohn 2005 auf 13,76 Mio. Fr. gestiegen ist.

Er sei aus praktischen Gründen gegen diese «masslose Entwicklung»: «Das gefährdet die gesellschaftliche Akzeptanz unseres Systems.»

Nur wenige Gehälter betroffen

Eigentlich gehe es nur um ein halbes Dutzend Gehälter. Aber die Bevölkerung «akzeptiert es nicht, dass jemand zweistellige Millionenbeträge einstreicht und dann mit tränenden Augen verkündet, man müsse sparen», sagte Maucher.

Das Doppelmandat von Brabeck als Konzernchef und Verwaltungsratspräsident von Nestlé ist für Maucher, der von 1990 bis 1997 ebenfalls beide Posten ausübte, «eine völlig unwichtige Frage». «Wichtig ist, dass da ein Verwaltungsrat ist, der den Kerl rausschmeisst, wenn er Unsinn anrichtet.»

Nachfolger bei Doppelmandat wichtig

Zudem müsse, wer ein Doppelmandat hat, jemanden in Stellung bringen, der sofort einspringen kann. Bei ihm sei das Brabeck gewesen.

Brabeck hatte Anfang Woche angekündigt, Nestlé werde im kommenden Jahr einen neuen Konzernchef bestimmen. Der Nachfolger soll aus dem Unternehmen kommen. Einen klaren Favoriten gibt es aber nicht: Als CEO-Kandidat gehandelt werden unter anderem Nestlés Finanzchef Paul Polman sowie der Chef der Region Amerika, Paul Bulcke, sowie Strategie- und Marketingchef Lars Olofsson.

(fest/sda)

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