Helsana muss für psychiatrische Spitex-Leistungen zahlen
publiziert: Donnerstag, 15. Jul 2004 / 17:51 Uhr

Zürich - Die Krankenversicherung Helsana muss psychiatrische Pflegeleistungen der Spitex übernehmen. Das hat das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich entschieden.

Die Helsana verlor den Streitfall.
Die Helsana verlor den Streitfall.
Der Entscheid wurde bereits am 23. Juni gefällt. Es ging um einen Streitfall zwischen der Behinderten-Organisation Pro Mente Sana und der Krankenversicherung Helsana.

Das Gericht gab der Pro Mente Sana Recht und verurteilte die Versicherung zur Kostenübernahme und zur Ausrichtung einer Prozessentschädigung von 1800 Franken.

Im konkreten Fall ging es um Leistungen zu Gunsten einer 65-jährigen Frau in einer schwer depressiven Phase. Eine Psychiatriepflegerin der Spitex besuchte die Patientin zweimal wöchentlich für eine Stunde zu Hause und half ihr, ihre alltäglichen Angelegenheiten wieder in den Griff zu bekommen.

Die Krankenkasse lehnte die Kostenübernahme für diese Leistungen ab - es ging um gut 1100 Franken. Die als Pflichtleistung vorgesehene psychiatrische Grundpflege beinhalte nur die körperliche Pflege psychisch kranker Menschen, argumentierte sie. Die erbrachten Leistungen seien im Leistungskatalog nicht aufgeführt.

In der Begründung seines Urteils hält das Gericht fest, der Begriff der psychiatrischen und psychogeriatrischen Grundpflege umfasse durchaus auch andere Massnahmen die etwa aus helfender, beratender, überwachender und führender Präsenz einer Pflegeperson bestehen könne.

Vor kurzem war das Verwaltungsgericht Thurgau zu einem ähnlichen Schluss gekommen und wies dieselbe Krankenkasse an, die Kosten für psychiatrische Pflegeleistungen einer selbstständigen Psychiatriepflegerin zu übernehmen.

Laut Helsana-Sprecher Christian Beusch sieht die Krankenkasse keinerlei Veranlassung, aufgrund der Argumentation des Gerichts von seiner Position abzurücken. Gemäss einer ersten Einschätzung würden beide Urteile - das Zürcher wie das Thurgauer - voraussichtlich weitergezogen.

(rr/sda)

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