Herzstiftung rät zur Vorsicht an der WM
publiziert: Freitag, 9. Jun 2006 / 12:10 Uhr

Bern - Fussballfans sind während einer WM einer erhöhten Gefahr eines Herzstillstands ausgesetzt.

Die Schweizerische Herzstiftung rät zur Mässigung beim Passivsport vor dem heimischen Fernseher.
Die Schweizerische Herzstiftung rät zur Mässigung beim Passivsport vor dem heimischen Fernseher.
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Die Schweizerische Herzstiftung rät deshalb zur Mässigung beim Passivsport vor dem heimischen Fernseher.

Die Aufregung könne zusammen mit erhöhtem Alkoholkonsum, Rauchen und ungesunden Snacks das Herz unter Umständen so belasten, dass es seinen Dienst versage, schreibt die Herzstiftung in einem Communiqué. Dies hätten Studien des Lausanner Universitätsspitals gezeigt.

Sprunghafter Anstieg der Todesfälle

Die Forscher hatten während den Fussballweltmeisterschaften 1998 und 2002 die Statistiken der Westschweizer Rettungsdienste ausgewertet. Sie kamen zum Schluss, dass die Todesfälle aufgrund eines Herzstillstands im Vergleich zur Zeit vor und nach der WM sprunghaft anstiegen.

So seien während der WM 1998 die Ambulanzen der Kantone Waadt, Genf, Neuenburg und Freiburg 45 Mal zu Opfern eines Herzstillstands ausgerückt. In den gleich langen Vergleichsperioden war dies vorher nur 27 Mal und nachher nur 15 Mal der Fall. Betroffen waren zu drei Vierteln Männer.

Empfehlungen der Herzstiftung

Die Herzstiftung empfiehlt Fussballfans deshalb, fünf Regeln zu beachten:

  • Bei Brustschmerzen, unregelmässigem Puls oder Atemnot den Arzt rufen und nicht warten, bis das Spiel fertig ist
  • Wer Herz-Kreislauf-Medikamente nimmt, sollte dies auch während der WM nicht vergessen
  • Mass halten mit Alkohol, Tabak und schwerem Essen und stattdessen viele alkoholfreie Getränke zu sich nehmen
  • Menschen mit Herz-Kreislauf-Krankheiten sollen die Spiele am besten in Gesellschaft von Freunden oder Enkeln verfolgen, damit diese notfalls Hilfe anfordern können
  • Spätestens nach der ersten Halbzeit ein paar Schritte machen oder wenigstens zwischendurch Beine und Füsse bewegen
  • Vorbeugung beschränke sich aber nicht auf die WM-Tage, schreibt die Herzstiftung weiter. Risikofaktoren für Herz und Kreislauf seien Rauchen, Übergewicht, eine ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung. Bei einem Verdacht auf einen Infarkt müsse unverzüglich der Notruf 144 alarmiert werden.

    (bert/sda)

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