Heute beginnt die neue Challenge-League-Saison
publiziert: Freitag, 24. Jul 2009 / 08:36 Uhr / aktualisiert: Freitag, 24. Jul 2009 / 08:58 Uhr

Zwei Wochen nach der Axpo Super League startet heute auch die Challenge League in die neue Saison. Die Klubs sind mit ihren vielen Wechseln und mit grösstenteils bloss regional bekanntem Personal kaum einzuschätzen.

Thuns Trainer Murat Yakin ist nur einer von fünf neuen Trainern in der Challenge League.
Thuns Trainer Murat Yakin ist nur einer von fünf neuen Trainern in der Challenge League.
Vor einem Jahr war die Voraussage einfacher. Absteiger St. Gallen war als Koloss der Liga der grosse Favorit. Er wurde dieser Einschätzung gerecht, doch schon die Etablierung des FC Lugano als klare Nummer 2 war kaum prognostiziert worden.

Bereits vor dem Anpfiff ist jedoch in der Challenge League jeweils klar, dass viele Vereine den härtesten Kampf nicht wegen der sportlichen Ziele, sondern wegen des wirtschaftlichen Überlebens führen. Viel Geld von der Swiss Football League generieren die Vereine nicht. Von den 15,7 Mio Franken aus den TV- und Marketingrechten fliessen beispielsweise nur 1,2 Mio als Solidaritätsgelder in die Challenge League.

Teams mit Kontinuität

Die Klubs tätigen daher viele Transfers leihweise und holen aus dem Ausland billige Arbeitskräfte mit Profistatus. Auch in diesem Sommer war die Fluktuation enorm. Die 16 Vereine verzeichneten 135 Zuzüge und 169 Abgänge. Immerhin liessen sie auf dem Trainerposten ein wenig Kontinuität erkennen.

Bloss fünf Teams gehen mit neuem Coach in die Saison. Zu den Neuen gehört der Thun-Trainer Murat Yakin - zusammen mit dem früheren Weltmeister und aktuellen Vaduz-Trainer Pierre Littbarski der prominenteste Name der gesamten Challenge League.

40 Wechsel in Vaduz

Ungeachtet der tiefen Umsatzzahlen unterhält Absteiger Vaduz ein Budget, das nur unwesentlich tiefer ist als in der Super League (6,5 Mio). Um den Wiederaufstieg zu realisieren, wurde die Mannschaft total umgekrempelt - 19 Spieler kamen, 21 gingen. Die Internationalen Peter Jehle (Tours) und Franz Burgmeier (Darlington) kehrten ins «Ländle» zurück, zudem holte Littbarski zehn Spieler aus unteren Ligen Deutschlands.

Viele bezweifeln, dass diese Akteure die Qualität haben, den Klub wieder nach oben zu bringen. Gerade in der Offensive ist der FCV nach dem Abgang von Gaspar schwach besetzt.

Lugano will 2010 erstklassig spielen

Wie Vaduz strebt auch Lugano nach oben. Der Dreijahresplan des Klubs sieht für 2010 den Aufstieg vor. Mit dem Mittelfeldplatz 2008 und der Qualifikation für die Barrage 2009 lagen die Tessiner bislang im Soll. Nun müssen die «Bianconeri» aber beweisen, dass sie auch ohne die Tore von Topskorer Vincenzo Rennella (GC) zum Sprung in die Super League fähig sind.

Der ruhmreichste Name der Liga gehört Servette. Nachdem die Genfer in der Vorsaison bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg kämpften, soll es jetzt wieder aufwärts gehen. Mit der Rückkehr von Julian Esteban (Rennes) ist Servette, womöglich ein Coup geglückt. Und sollte auch noch Patrick Müller (Monaco) in seine Heimat zurückkommen, würden sie im teuren EM-Stadion am Rande der Stadt wohl nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand von der Super League reden.

Aufsteiger Le Mont mit Amateurteam

Gegenpol zu Vaduz, Lugano und Servette ist Aufsteiger Le Mont, der heute in Locarno die Saison eröffnet. Die Waadtländer stiegen in den letzten sechs Jahren fünfmal auf, nachdem sie 2003 noch in der 3. Liga gespielt hatten. Auch in der Challenge League will Le Mont mit Amateuren auskommen. Für Transfers wurde kein Geld ausgeben. Le Mont verpflichtete Spieler, die keinen Vertrag mehr hatten oder übernahmen sie auf Leihbasis (vor allem vom Partnerverein FC Sion).

(tri/Si)

 
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