Heutige Meteoriten sind 470 Mio. Jahre alt
publiziert: Mittwoch, 17. Jan 2007 / 23:23 Uhr

Heidelberg - Ein Viertel aller Meteoriten, die heute die Erde treffen, haben ihren Ursprung in einer gewaltigen Asteroiden-Kollision vor 470 Millionen Jahren. Dies teilte die Universität Heidelberg mit.

Deutsche Forscher haben eine neue Methode entwickelt, um Meteoriten genau zu datieren.
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An der Grenze zwischen äusserem und innerem Sonnensystem waren damals demnach zwei vermutlich einige hundert Kilometer grosse Asteroiden zusammengestossen.

Mit einer neuen Methode zur Datierung konnten Forscher um Mario Trieloff vom Mineralogischen Institut nun Meteoriten diesem «kosmischen Grossereignis» zuordnen. Die Studie ist in der Januarausgabe der Fachzeitschrift «Meteoritics and Planetary Science» (Bd. 42, S. 113) erschienen.

Vor etwa zehn Jahren hatten Wissenschaftler erstmals fossile Meteoriten in einem schwedischen Steinbruch entdeckt. Weil das Gestein sehr stark verwittert war, konnte es chemisch oder mineralogisch nicht zweifelsfrei als einer der bekannten Meteoriten- Typen identifiziert werden.

Neue radiometrische Datierungsmethode

Die Heidelberger Forscher wiesen nun mit einer weiterentwickelten radiometrischen Datierungsmethode nach, dass eine heute noch auf die Erde treffende Meteoriten-Gruppe - die so genannten L-Chondrite - von einem vor 470 Millionen Jahren auseinander gerissenen Kleinplaneten stammt.

Nach dem Zusammenprall fielen für einige Millionen Jahre etwa hundert Mal so viele Meteoriten auf die Erde wie in der Neuzeit. Der Einschlag kilometergrosser Bruchstücke war ebenfalls deutlich häufiger.

Die Energie solcher Einschläge ist beträchtlich: So wird etwa ein 30 Kilometer grosser Krater von einem Ereignis verursacht, dessen Energie etwa zehn Millionen Hiroschima-Bomben entspricht.

(fest/sda)

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