Hilfe abgelehnt - US-Marine verlässt Birmas Küste
publiziert: Mittwoch, 4. Jun 2008 / 09:23 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 4. Jun 2008 / 13:17 Uhr

Bangkok - Die USA haben einen Abzug ihres Marineverbandes aus den Gewässern um Birma angekündigt, der nach dem verheerenden Zyklon humanitäre Hilfe leisten sollte.

Der Verband um die «USS Essex» werde am Donnerstag die Region verlassen.
Der Verband um die «USS Essex» werde am Donnerstag die Region verlassen.
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Die US-Marine habe der Militärregierung in den vergangenen drei Wochen 15 Mal angeboten, bei der Versorgung zu helfen, sagte Admiral Timothy Keating. Man sei aber immer wieder abgewiesen worden.

Der Verband um die «USS Essex» werde nun am Donnerstag die Region verlassen. Das Schiff ist speziell dafür gebaut, amphibische Landungen zu leiten und verfügt über Helikopter, Landungsboote, Lazarette sowie Anlagen zur Trinkwassergewinnung.

Zwar wurden Hilfsgüter mit Frachtmaschinen des US-Militärs nach Rangun gebracht. Einen direkten Einsatz von amerikanischen Schiffen und Helikoptern in den am schlimmsten betroffenen Gebieten lehnen die birmesischen Generäle jedoch ab.

Gefärdete Macht

Kritikern zufolge befürchtet die Junta, ein massiver internationaler Einsatz könne ihre Machtposition im Land in Gefahr bringen. Nach offiziellen Angaben kamen durch den Zyklon «Nargis» 134'000 Menschen ums Leben oder werden seither vermisst. Insgesamt sind schätzungsweise 2,4 Millionen Menschen von der Naturkatastrophe betroffen.

Die Militärjunta in Birma macht internationalen Helfern die Arbeit für die Zyklon-Opfer weiter schwer. Neun der zehn Helikopter, für deren Einsatz das WFP vor zwei Wochen grünes Licht erhielt, stehen immer noch in Thailand.

(bert/sda)

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