Hilfe für Roma-Überlebende des Holocaust erbeten
publiziert: Freitag, 8. Apr 2005 / 09:44 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Apr 2005 / 11:19 Uhr

Genf - Die Internationale Organisation für Migration (IOM) fordert elementare humanitäre Hilfe für zehntausende Roma, die den Holocaust überlebt haben. Sonst werde sich deren Situation in Ost- und Mitteleuropa weiter verschlechtern, hiess es.

Ein Roma wird von einem deutschen Soldaten durchsucht.
Ein Roma wird von einem deutschen Soldaten durchsucht.
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Viele Roma leben in armseligen Siedlungen, die auf keiner Landkarte verzeichnet sind, und ohne jede Infrastruktur, sagte Delbert Field, der bei der IOM für Roma-Fragen zuständige Mitarbeiter.

Selbst in Ländern, die inzwischen der Europäischen Union beigetreten sind, leben die Roma oft in bitterer Not und ohne Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung und Wohnraum. Die IOM wendete sich aus Anlass des Internationalen Roma-Tages vom Freitag an die Öffentlichkeit.

Verelendung auch in neuester Zeit

Die Roma wurden von den Nazis rücksichtslos verfolgt. Viele kamen in Konzentrationslagern ums Leben. Die Überlebenden wurden nach dem Zusammenbruch des Kommunismus 1989 erneut ins Elend gestossen.

Roma-Überlebende des Holocaust, die eine staatliche Altersrente beziehen, erhalten - je nach Wohnort - zwischen 10 und 120 US-Dollar monatlich, teilte die IOM mit. Von diesem Geld müsse oftmals der Lebensunterhalt von bis zu drei Generationen bestritten werden, die alle unter einem Dach leben.

Bisher 64000 Roma unterstützt

Seit 2002 hat die IOM gemeinsam mit Partnern vor Ort, einschliesslich vieler Roma-Nicht-Regierungsorganisationen, mehr als 64 000 Roma-Opfer des Nazi-Holocaust mit existenzsichernden Hilfen unterstützt.

Finanziert wird das Programm mit Mitteln des Schweizer Bankenvergleichs, die von einem New Yorker Bezirksgericht verwaltet werden, sowie aus dem Entschädigungsfonds der deutschen Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft. Da die Mittel fast verbraucht sind, wird das Programm im Herbst beendet.

(fest/sda)

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