Hillary Clinton will nicht als Vizepräsidentin antreten
publiziert: Donnerstag, 5. Jun 2008 / 22:06 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 5. Jun 2008 / 22:47 Uhr

Washington - Hillary Clinton will nicht als demokratische Bewerberin für das Vizepräsidentenamt unter Präsidentschaftskandidat Barack Obama antreten. Das erklärte Clintons Wahlkampfteam am Donnerstag in Washington.

Vielleicht doch ein Ministerposten? Hillary Clinton.
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«Senatorin Clinton hat im gesamten Prozess deutlich gemacht, dass sie alles tun wird, dass ein Demokrat für das Weisse Haus gewählt wird», hiess es in der Erklärung weiter. «Sie strebt nicht die Vizepräsidentschaft an.»

Nach starkem parteiinternem Druck will Clinton zudem am Samstag offiziell aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten aussteigen und sich hinter ihren Rivalen stellen. «Am Samstag werde ich Senator Obama gratulieren und meine Unterstützung für seine Bewerbung verkünden», schrieb die Senatorin aus New York in einem veröffentlichen Brief an ihre Anhänger.

Auf einer Veranstaltung in Washington werde sie allen für die Arbeit danken, die sie in den 16 Monaten des Vorwahlkampfs geleistet hätten.

«Ich habe während des gesamten Wahlkampfs gesagt, dass ich Senator Obama kräftig unterstützen würde, wenn er Kandidat der Demokratische Partei werden sollte», schrieb Clinton. «Ich habe vor, dieses Versprechen zu halten.»

Sie habe immer gesagt, dass ihre Differenzen mit Obama klein wären im Vergleich zu denen mit dem republikanischen Kandidaten John McCain. «Ich werde am Samstag darüber reden, wie wir die Partei hinter Senator Obama vereinigen können. Es geht um zu viel, die Aufgabe ist zu wichtig, um etwas anderes zu tun.»

Gratulation an Clinton

In einer ersten Reaktion gratulierte die Obama-Beraterin Linda Douglass der ehemaligen First Lady zu einem grossartigen Wahlkampf. «Ihre Anhänger haben jeden Grund, zusammenzukommen und das zu feiern.»

Obama hatte bereits in der Nacht zu Mittwoch die Kandidatur für sich beansprucht. Für ihn stellt sich als nächstes die Frage, wer sein Kandidat für den Posten des Vize-Präsidenten werden soll.

Dafür setzte er eine dreiköpfige Gruppe ein, um Vorschläge für eine Kandidatur als Vize-Präsident zu erarbeiten. Darunter ist auch Caroline Kennedy, Tochter des ermordeten Präsidenten John F. Kennedy.

Obamas Fettnäpfchen Jerusalem

Wie schon Palästinenserpräsident Mahmud Abbas wies auch die Palästinenserorganisation Hamas die Äusserungen Obamas zurück, wonach Jerusalem die ungeteilte Hauptstadt Israels bleiben müsse.

Es werde keine friedliche Lösung des Nahost-Problems ohne Lösung der Jersualem-Frage geben, hatte Abbas am Mittwoch gesagt. Die Hamas warf Obama Verantwortungslosigkeit und Voreingenommenheit für Israel vor.

Positiv wertete der kenianische Premierminister Raila Odinga Obamas Sieg. In einer Stellungnahme sprach Odinga von einem «historischen Moment». «Barack Obamas Erfolg wird uns inspirieren, alle Fesseln ethnischer Erwägungen abzustreifen», gratulierte Odinga. Obamas Vater stammte aus Kenia.

(fest/sda)

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