Hillary ist zurück
publiziert: Samstag, 26. Apr 2008 / 11:04 Uhr / aktualisiert: Samstag, 26. Apr 2008 / 12:08 Uhr

Bis jetzt gab es eine Konstante in Hillarys Wahlkampf: Sie hatte immer zu wenig von etwas.

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Während die demokratischen Vorwahlen von einem Staat zum anderen zogen, hatte sie • zu wenig Siege (Barack Obama hat 30 Vorwahlen gewonnen sie nur 18), • zu wenig Delegierte (er hat über 1’700 von den benötigten 2’025 Stimmen sie ist mehr als 100 Stimmen hinter ihm) • und dann auch noch zu wenig Geld (er hatte über 40 Millionen Dollar zur Verfügung sie eine Million Dollar Schulden).

An 2. Stelle?

Die Frage war bis jetzt immer, wann es endlich so weit sein würde, dass sie tatsächlich auf zweiter Stelle hinter Obama liegen würde.

Die Wahlereignisse dieser Woche haben aber alles verändert: In Pennsylvania lag sie zehn Prozentpunkte vor Obama. Diese Gewinnspanne reichte aus, ihre Anhänger in dem Masse zu überzeugen, dass über ihre Website in den letzten Tagen 10 Million Dollar Spenden eingingen.

Dieser Sieg verändert aber nicht die Bedingungen des Wettbewerbs: Hillary ist immer noch in allen für den Wahlkampf relevanten Punkten hinter Obama. Aber der Wettkampf hat sich verändert.

Hinter Obama

In den letzten sechs Wochen vor den Wahlen in Pennsylvania hat Obamas gut organisierte Kampagne in dem Staat an Glanz verloren: Es kam an die Öffentlichkeit, dass sein früherer Seelsorger feindselige Anti-Amerika-Reden gehalten hatte und der Präsidentschaftskandidat mit einem reuelosen Ex-Terroristen befreundet ist. Zudem hatte Obama zu verstehen gegeben, dass Wähler aus Kleinstädten seiner Meinung nach aufgrund schlechter ökonomischer Verhältnisse verbittert seien und dies der Grund sei, warum grade hier ganz besonders an Gott und Waffenbesitz festgehalten wird.

Hoffnung und Veränderung

Obamas Anhänger werfen Clinton negatives und gemeines Verhalten vor – sie hat aber weder seine Kirchengemeinde noch seine Freunde oder seine Statements für ihn ausgesucht. Clinton hat mit ihrem Wahlprogramm immer schon eher die Arbeiterklasse angesprochen als Obama. Während er seinen Schwerpunkt beim Wahlkampf auf das Versprechen von neuer «Hoffnung» und «Veränderung» legt, bietet sie einen Lösungskatalog an, der Probleme direkt anspricht.

Dank an Pennsylvanias Wähler

Wie überall in Amerika war die Wirtschaft der wichtigste Aspekt bei den Vorwahlen in Pennsylvania. Wähler, die sich um dieses Thema sorgten, haben für Hillary gestimmt. Unter den weniger wohlhabenden und weniger gebildeten Wählern konnte Hillary schon während des gesamten Wahlkampfs Stimmen gewinnen. In Pennsylvania gab es gerade in dieser Wählerschicht eine besonders hohe Wahlbeteiligung. Dies hat wohl auch zu ihrer Zweidrittel-Mehrheit bei den weissen Wählern letzten Dienstag geführt. Hillary Clinton argumentiert beständig, dass sie die demokratische Präsidentschaftskandidatin werde, da sie gegen die Republikaner besseren Chancen hätte. Wenn die Wähler landesweit so denken – wie in Pennsylvania – dann könnte sie Recht behalten.

Jonathan Mann - Campaign Trail Column (Special)
Dieser Text stammt von Jonathan Mann, Moderator und Journalist bei CNN International. Er moderiert das wöchentliche Politmagazin «The Campaign Trail» auf CNN International. Der Text steht in der Schweiz exklusiv für news.ch zur Verfügung.

(CNN-Kolumne von Jonathan Mann)

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