Hirnforschung: Klare Regelungen gefordert
publiziert: Montag, 8. Mai 2006 / 17:35 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Mai 2006 / 08:27 Uhr

Bern - Die Vorstellung, dass jemand unsere Gedanken lesen kann, ist beunruhigend. Noch ist es nicht so weit, doch bereits heute können Forscher ohne operativen Eingriff Rohdaten zur Hirnfunktion und - struktur erfassen und Hirnbilder - Neuroimages - erzeugen.

Erkenntnisse der Hirnforschung können weitreichende Folgen haben.
Erkenntnisse der Hirnforschung können weitreichende Folgen haben.
1 Meldung im Zusammenhang
Das Gehirn steuert das menschliche Verhalten. Ähnlich wie bei der Gentechnik können Erkenntnisse aus der Hirnforschung deshalb weit reichende Folgen haben: Sie legen sensible Informationen über untersuchte Personen offen.

Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften und das Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung (TA-SWISS) haben sich mit dem Thema befasst und eine Studie zum Neuroimaging und seinen Folgen veranlasst.

Das Ergebnis wurde in Bern vorgestellt. Zum Anlass hatte sich neben den Medien auch Parlamentarierinnen und Parlamentarier angemeldet, darunter Mitglieder der Wissenschaftskommission des Nationalrats.

Gesetz auf den Weg bringen

Um es vorwegzunehmen: Die Autoren der Studie empfehlen, das Bundesgesetz über Forschung am Menschen auf den Weg zu bringen. Es befindet sich noch bis Ende Mai in der Vernehmlassung.

Das Gesetz soll auch den Umgang mit Neuroimaging regeln. Die Verfasser der Studie fordern einheitliche Bestimmungen etwa über die Information und Zustimmung von Untersuchten, über Untersuchungen an Verstorbenen oder nicht urteilsfähigen Personen, über das Vorgehen bei unerwarteten Krankheitsbildern und über den Datenschutz.

Information, Diskussion

Die Gesellschaft müsse breit informiert werden. Nur so könne eine Diskussion stattfinden. Denn die Verwendung des Neuroimaging hat soziale Folgen, wie die Soziologin Regula Burri von der Uni Zürich dazu festhält.

Verfasst wurde die Studie von Bärbel Hüsing vom Fraunhofer Institut in Karlsruhe (D) zusammen mit Lutz Jäncke, Professor für Neuropsychologie, und Brigitte Tag, Professorin für Strafrecht, beide an der Universität Zürich.

(fest/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Ich melde mich für ein Probetraining in einer «Neurofeedback-Praxis» inmitten der ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit ...
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen 3
Ständerat schwenkt auf Linie des Nationalrats  Bern - Grosswasserkraftwerke sollen Subventionen erhalten, wenn sie den Strom zu tiefen Preisen ... mehr lesen  
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke waren im ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie ursprünglich nicht vorgesehen.
Mit 124 zu 64 Stimmen genehmigte die grosse Kammer den Bundesbeschluss über den Nachtrag I zum Voranschlag 2016.
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum ... mehr lesen  1
Unternehmenssteuerreform  Bern - Bei der Unternehmenssteuerreform III will der Ständerat der Wirtschaft weniger weit entgegenkommen als der Nationalrat. Die kleine Kammer hat am Montag die Interessen der Kantone im Auge behalten und verschiedene Steuervergünstigungen für Unternehmen abgelehnt. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 8°C 12°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Basel 12°C 13°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen 6°C 11°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Bern 10°C 11°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 3°C 12°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Genf 8°C 12°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 2°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten