Hisbollah-Anführer spricht von strategischem Sieg
publiziert: Montag, 14. Aug 2006 / 20:49 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 15. Aug 2006 / 09:31 Uhr

Beirut - Nach dem Waffenstillstand im Nahen Osten hat sich die libanesische Hisbollah-Miliz zum Sieger des Krieges gegen Israel erklärt. Die Hisbollah habe einen strategischen Sieg errungen, sagte ihr Anführer Hassan Nasrallah.

Eine Entwaffnung seiner Kämpfer lehnt Hisbollah-Anführer Hassan Nasrallah ab.
Eine Entwaffnung seiner Kämpfer lehnt Hisbollah-Anführer Hassan Nasrallah ab.
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Eine Entwaffnung seiner Kämpfer lehnte er ab. Seine Organisation könne weder durch «Einschüchterung noch Druck» zur Entwaffnung gezwungen werden. Dies sei die falsche Zeit, um öffentlich über eine Entwaffnung zu diskutieren.

Die Hisbollah werde nun damit beginnen, die durch die israelischen Luftangriffe beschädigten Häuser im Libanon wieder zu reparieren, sagte Nasrallah. Zudem werde die Hisbollah ein Jahr lang für die Miete aufkommen und die Möbel für die Besitzer der rund 15 000 zerstörten Wohnungen bezahlen.

Ähnlich wie die radikale palästinensische Gruppe Hamas hat die Hisbollah wegen ihrer wohltätigen und sozialen Einrichtungen einen grossen Rückhalt in der Bevölkerung.

Keine Zusagen für UNO-Soldaten

Die Vereinten Nationen haben bisher noch keine einzige Zusage für das Stellen von Soldaten für die UNO-Truppe UNIFIL in Südlibanon. Dies sagte der Chefsprecher von UNO-Generalsekretär Kofi Annan in New York. Er appellierte noch einmal an alle UNO-Mitgliedstaaten, schnell Soldaten für UNIFIL zur Verfügung zu stellen.

Nach einem Beschluss des UNO-Sicherheitsrates soll UNIFIL von zurzeit 2000 auf bis zu 15 000 Soldaten aufgestockt werden. Dies ist einer der wesentlichen Punkte der am Freitag verabschiedeten Libanon- Resolution des höchsten UNO-Gremiums.

(bert/sda)

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