Historische Chance gegen Gebärmutterhalskrebs
publiziert: Donnerstag, 28. Aug 2008 / 20:43 Uhr

Genf - Im Kampf gegen eines der weltweit schlimmsten Krebsleiden sehen Experten eine historische Chance: Der Gebärmutterhalskrebs lässt sich dank neuer Impfstoffe und Untersuchungsmethoden erstmals substanziell eindämmen.

Gebärmutterhalskrebs lässt sich dank neuer Impfstoffe und Untersuchungsmethoden erstmals substanziell eindämmen.
Gebärmutterhalskrebs lässt sich dank neuer Impfstoffe und Untersuchungsmethoden erstmals substanziell eindämmen.
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Das berichteten Mediziner auf dem Weltkrebskongress in Genf. Bislang sei die Impfung jedoch für die am schwersten betroffenen Länder viel zu teuer. Gegenwärtig sterben - vor allem in ärmeren Ländern - jedes Jahr mehr als eine Viertelmillion Frauen weltweit.

Jährlich Jahr erhalten rund eine halbe Million Frauen weltweit die Diagnose Gebärmutterhalskrebs. Betroffen sind vor allem junge, arme Frauen, wie die Forscher in einer umfassenden Analyse im Fachjournal «Vaccine» schreiben. Rund 80 Prozent der Fälle träten in Entwicklungsländern auf.

«Jüngste Schätzungen besagen, dass den Entwicklungsländern noch ein Anstieg der Fallzahlen um 75 Prozent bevorsteht, wenn sich der gegenwärtige Trend fortsetzt», warnte der Koordinator der Monografie, Xavier Bosch vom katalanischen Krebsinstitut in Barcelona. «Es muss aber nicht so kommen.»

Kosten-Nutzen-Analyse

Die Forscher haben erstmals eine Kosten-Nutzen-Analyse für die am schwersten betroffenen Weltregionen erstellt. Gegenwärtig betragen die Kosten der Impfung rund 360 Dollar pro Mädchen.

In Asien etwa, wo mehr als die Hälfte aller Gebärmutterhalskrebsfälle weltweit entstehen, lohne sich die Impfung finanziell jedoch erst, wenn sie nicht mehr als 25 Dollar pro Mädchen koste. Ähnlich sehe es in der Karibik und in Lateinamerika aus.

Gebärmutterhalskrebs wird nach heutigem Wissensstand von den humanen Papillomaviren verursacht. Die Infektion mit diesen Viren erfolgt meist bei den ersten Sexualkontakten, bis zur Bildung eines bösartigen Tumors können jedoch bis zu 20 Jahre vergehen.

(smw/sda)

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