Historischer Moment in Interlaken
Historisches Jodlerfest in Interlaken trotz harzigem Start
publiziert: Sonntag, 19. Jun 2011 / 17:10 Uhr / aktualisiert: Montag, 20. Jun 2011 / 08:09 Uhr
Bundesrat Johann Schneider-Ammann.
Bundesrat Johann Schneider-Ammann.

Interlaken - Auf Petrus war während des viertägigen Eidgenössischen Jodlerfests in Interlaken nicht immer Verlass. Die grossen Festakte konnten aber problemlos im Freien stattfinden. Bundesrat Johann Schneider-Ammann sprach von einem historischen Moment.

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«Liebe Jodlerinnen und Jodler, liebe Alphornbläserinnen und Alphornbläser, liebe Fahnenschwinger - und liebe Frau Fischbacher», sagte Schneider-Ammann am Festakt vom Sonntag zur Begrüssung. Er würdigte damit Erna Fischbacher, die erste Fahnenschwingerin, die sich für ein Eidgenössisches qualifiziert hatte.

Diese Premiere sei ein historischer Moment, hielt Schneider-Ammann fest und erntete Applaus von den Anwesenden auf der grossen Höhematte mitten im Berner Oberländer Ort. Der Volkswirtschaftsminister hob zudem die rekordhohe Beteiligung der jugendlichen Teilnehmer hervor. Das Motto «Jugend und Tradition» sei treffend gewesen.

Nationalhyme

Nach dieser Festansprache wurde die Nationalhymne angestimmt. Musicaldarsteller Sergio-Maurice Vaglio sang die erste Strophe vor, danach stimmten die Anwesenden auf den Tribünen und um das Festgelände ein. Vorsorglich hatten die Organisatoren den Text ins Programmbüchlein drucken lassen.

Nach der Fahnenübergabe trug das Jodel-Chörli des Organisationskomitees sein eigens für den Anlass komponierte Lied vor. Neben Jodelgesängen weiterer Chöre gab es auch Alphornklänge sowie Blas- und Ländlermusik zu hören.

Auftakt verregnet

Wegen des Regenwetters waren bis Samstag weniger Besucher nach Interlaken gepilgert als erwartet. Schon der Start am Donnerstagabend sei schwer gewesen, sagte Christoph Seiler, Finanzchef des Jodlerfests 2011, vor den Medien.

Am Freitagnachmittag schien während der offiziellen Eröffnungsfeier mit dem Überflug einer PC-7-Staffel zwar noch die Sonne. Danach setzte aber der Regen ein. Trotzdem strömten am Samstag rund 55'000 Personen nach Interlaken.

«Wir sind dann in Fahrt gekommen», sagte Seiler. Ab dem Samstagnachmittag fanden sich nämlich dank des besseren Wetters immer mehr Menschen auf dem «Jodlerdörfli» mit seinen unzähligen Festzelten und Imbissständen ein. Dort gab es am Abend kaum noch ein Durchkommen.

Festumzug bei strahlendem Wetter

Der grosse Festumzug zum Abschluss fand am Sonntag bei strahlend schönem Wetter statt. Die 50 verschiedenen Sujets begeisterten die Zuschauer, die farbenprächtige Trachten, waghalsige Fahnenschwinger-Akrobatik und Alphörner aller Grössen zu sehen bekamen.

Die Organisatoren hatten ursprünglich auf rund 200'000 Besucher während der vier Tage gehofft. Am Ende waren es insgesamt 150'000, wie Mediensprecherin Patrizia Pulfer sagte. Dank des sonnigen Sonntagnachmittags war der Umzug bestens besucht.

11'000 Aktive nahmen am 28. Eidgenössischen Jodlerfest teil, darunter auch Formationen von Auslandschweizern aus Kanada, USA, Neuseeland und Australien. Sogar aus Japan und Südkorea waren Teilnehmer angereist.

 

(fest/sda)

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