Millionen US-Bürger mitten in der Hitzewelle weiterhin ohne Strom
Hitzewelle: Kein Strom für Millionen von US-Bürgern
publiziert: Montag, 2. Jul 2012 / 16:57 Uhr
Temperaturen von 30 bis 40 Grad machen den Menschen zu schaffen.
Temperaturen von 30 bis 40 Grad machen den Menschen zu schaffen.

Washington - Nach den schweren Gewitterstürmen in den USA sind weiterhin mehr als zwei Millionen Menschen im Osten des Landes von der Stromversorgung abgeschnitten. Viele müssen nach Angaben ihrer lokalen Energieversorger bis Freitag warten, bis Kühlschränke und Klimaanlagen wieder am Netz sind, berichteten US-Medien am Montag.

Bauaustrocknung Wasserschadensanierung
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Erschwert wird die Lage durch die anhaltende Hitzewelle in den betroffenen Bundesstaaten. Dort herrschen derzeit extreme Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad. Auch für die kommenden Tage rechnen die Meteorologen mit Spitzenwerten und «erbarmungsloser Hitze».

Heftige Hitze-Gewitter mit orkanartigen Böen hatten am Freitag Virginia, Maryland, New Jersey, Ohio, Kentucky und Washington D.C. heimgesucht. Mindestens 17 Menschen starben, nachdem zunächst nur von 13 die Rede gewesen war. Viele wurden von Bäumen erschlagen, als die Stürme nahezu ohne Vorwarnung mit Spitzengeschwindigkeiten von fast 150 Stundenkilometern über das Land rasten.

Notstand ausgerufen

In vier Bundesstaaten - Maryland, Virginia, West Virginia und Ohio - wurde der Notstand ausgerufen. Mindestens 3,7 Millionen Menschen sassen bei Temperaturen von 38 Grad und mehr ohne Strom und damit auch ohne Klimaanlage da, weil der Sturm unzählige Strommasten umgeknickt hatte.

Zudem brachte die Hitze vor allem Ältere und Kranke in Lebensgefahr - zahlreiche Orte öffneten Sporthallen, Kirchen und staatliche Gebäude als «Kühlzentren». Kostenlos verteilte Wasserflaschen und Eiswürfel sollten die Not lindern.

Verkehrschaos eingetreten

Trotz des Einsatzes von tausenden Reparaturtrupps gelang es den Behörden der betroffenen Bundesstaaten auch am Wochenende nicht, die Stromleitungen komplett wiederherzustellen. Die Lage war teilweise so verzweifelt, dass Kanada die Entsendung zusätzlicher Experten in die benachbarten US-Regionen ankündigte.

Verkehrsprobleme erschwerten am Montag vielen Amerikanern den Start in die Woche, berichtete der TV-Sender MSNBC. Hunderte ausgefallene Ampeln und umgestürzte Bäume auf den Strassen hätten vor allem im Bundesstaat Maryland chaotische Zustände verursacht.

(fest/sda)

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