Hitzfeld: «Der Rhythmus der Partie war hoch»
publiziert: Mittwoch, 11. Feb 2009 / 23:22 Uhr

Ottmar Hitzfeld war trotz des enttäuschenden 1:1 im Testspiel gegen Bulgarien mit seiner Mannschaft nicht unzufrieden. Es sei ein intensives Spiel gewesen. Die Mannschaft habe viel umgesetzt von dem, was er verlangt habe.

Ottmar Hitzfeld war im Grossen und Ganzen zufrieden.
Ottmar Hitzfeld war im Grossen und Ganzen zufrieden.
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Rund sechs Wochen vor den WM-Qualifikationsspielen gegen Moldawien war es Hitzfeld wichtig, einen Test von hoher Intensität zu absolvieren. Diese Vorgabe erfüllten ihm (und dem Schweizer Team) die Bulgaren.

«Sie waren bissig und aggressiv. Der Rhythmus der Partie war höher als im November im Test gegen Finnland. Das war schon mehr als ein Freundschaftsspiel.»

Besonders gefreut hat sich der Deutsche darüber, dass mit Benjamin Huggel endlich wieder ein Mittelfeldspieler ein Tor erzielte. «Ich fordere immer, dass wir auch aus der zweiten Reihe treffen und die Mittelfeldspieler in den Abschluss gehen. Heute hat es mal geklappt, das ist für die Mannschaft wichtig.»

Lob für Padalino

Einer, der ebenfalls aus der zweiten Reihe versuchte, die Offensive zu unterstützen, war Debütant Marco Padalino im rechten Couloir. Der Tessiner erfüllte offenbar die Erwartungen von Hitzfeld.

«Es ist nie einfach im ersten Spiel. Aber Marco hat einige gute Flankenläufe gezeigt und deutete an, dass er gewillt ist, in den Strafraum zu gehen. Er versuchte, Fouls zu provozieren. Das gefällt mir. Mit ihm haben wir auf der rechten Seite nun jedenfalls eine gute Alternative.»

Fehlende Praxis

Als zukünftige Alternative in der Innenverteidigung bot sich gegen Bulgarien Philippe Senderos an. Der Abwehrspieler von Milan kam erstmals unter Hitzfeld zum Einsatz. In der ersten Halbzeit habe man gesehen, dass Senderos noch der Rhythmus fehle.

«Doch danach hatte er nicht mehr viele Probleme. Zudem ist er sehr stark in der Spielauslösung. Er spielt die Stürmer mit flachen Pässen präzise an. Senderos hat seine Sache gut gemacht», so Hitzfeld.

Kritische Stimmen

Benjamin Huggel freute sich über sein erstes Länderspieltor und lobte die Vorarbeit von Alex Frei: «Der Ball kam wirklich optimal, ich musste ihn nur noch richtig treffen.»

Trotzdem war Huggel mit der Leistung der Mannschaft nicht ganz zufrieden: «Unsere Leistung war nur phasenweise in Ordnung. Der Gegner war zu viel in Ballbesitz und wir mussen dem Ball nachrennen. Die Aggressivität ging uns etwas ab. Gegen Moldawien müssen wir dominanter aufspielen und viel mehr in Ballbesitz sein.»

Noch kritischer kommentierten Reporter des ARD den Ausgang der Partie: «Huggel traf zum für die Schweizer schmeichelhaften 1:1. Es war der Ausgleich in einem Spiel, das sogar geschenkt noch zu teuer war.»

(bert/sda)

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