Hitzfeld: «Ich selektioniere nach Leistung»
publiziert: Mittwoch, 6. Aug 2008 / 21:37 Uhr

Das erste Aufgebot als Schweizer Nationaltrainer sei ihm nicht leicht gefallen, da sich nur wenige Spieler bereits im Meisterschaftsbetrieb befinden würden, sagte Ottmar Hitzfeld. Er äusserte sich auch zu den vier neuen Spielern sowie zu Johann Vogel, der nicht aufgeboten ist.

Ottmar Hitzfeld: «Ich werde bis zum 13. August wohl noch zwei Spieler streichen.»
Ottmar Hitzfeld: «Ich werde bis zum 13. August wohl noch zwei Spieler streichen.»
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Ottmar Hitzfeld, wie stellten Sie Ihre Mannschaft zusammen; der Meisterschaftsbetrieb läuft ja erst in der Schweiz und in Österreich?

Ottmar Hitzfeld: «Wir mussten auch auf Testspiele zurückgreifen. Und wir diskutierten mit den Spielern über Trainingsinhalte. So machten wir dies auch mit Hakan Yakin, der noch kein Spiel hatte. Er trainierte für sich und ist nun seit zehn Tagen im Trainingslager. Er hat mein Vertrauen. Bis zum Zusammenzug werden noch viele Einsätze haben, und ich kann mir in den beiden Trainingstagen in Genf nochmals ein Bild verschaffen. Ich bin optimistisch, dass mir eine gute Mannschaft zur Verfügung steht.»

Mit der Nomination von Sandro Burki überraschten Sie viele.

Hitzfeld: «Ich habe gesagt, dass ich nach Leistung selektioniere. Der Spieler ist massgeblich am Erfolg von Aarau beteiligt. Ich erlebte ihn als ganz jungen Spielern bei Bayern München. Vielleicht macht er jetzt den entscheidenden Schritt, wenn er während einer ganzen Saison konstant spielen kann. Damit setze ich aber auch ein Zeichen. Wenn man Leistung bringt, dann ist auch die Nationalmannschaft immer ein Thema. Vielleicht fällt er aber noch aus dem Aufgebot; ich werde bis zum 13. August wohl noch zwei Spieler streichen.»

Und wie überzeugten Sie Valentin Stocker, Alain Nef und Almen Abdi?

Hitzfeld: «Stocker hatte noch nicht viele Einsätze. Aber man sieht, dass er Klasse und besondere Qualitäten hat. Dass er diese nicht immer abrufen kann, ist normal in diesem Alter. Es ist für mich wichtig, dass er bei uns mitschnuppern und ich mir ein Bild von ihm machen kann. Nef zeigte schon in der Vergangenheit, dass er ein laufstarker Spieler ist, der auch bei Standards gefährlich ist. Er machte auch Fortschritte beim Spiel aus der Abwehr. Wenn jemand seinen Weg in Italien macht, dann besitzt er auch das nötige taktische Vermögen. Abdi war bei der U21 ein Leistungsträger. Ich habe Zürich mehrfach gesehen -- speziell wegen Abdi. Er ist ein junger, intelligenter Spieler mit Potenzial. Er ist technisch sehr gut, muss aber noch robuster werden.»

Viel wurde auch über eine mögliche Rückkehr von Johann Vogel spekuliert. Er ist nicht dabei.

Hitzfeld: «Die Türe ist offen für alle. Aber ein Spieler muss Einsätze hinter sich bringen. Das heisst, dass ein Spieler in Form sein muss. Vogel war in der Vorbereitung verletzt und wurde deshalb in den Testspielen nur wenig eingesetzt. Ich werde ihn aber weiter intensiv beobachten. Wenn er Stammspieler ist und die Leistungen bringt, dann ist auch für ihn die Türe offen.»

Von den EM-Spielern fehlen unter anderem Johann Djourou und Patrick Müller.

Hitzfeld: «Djourou war ein Grenzfall. Ich zögerte lange. Aber mit der U21 kann er über 90 Minuten spielen, und das ist sinnvoller als ein Teileinsatz mit uns. Ich habe noch andere Innenverteidiger dabei, die ich gerne sehen möchte. Das U21-Team hat noch das Ziel der EM-Qualifikation. Es muss gegen Norwegen gewinnen. Djourou ist motiviert. Und es ist für ein Land wichtig, dass auch die U21-Mannschaften erfolgreich sind.»

(Sascha Rhyner, Basel/Si)

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