Hitzfelds Humpeltruppe vor der WM-Quali
publiziert: Dienstag, 3. Mrz 2009 / 00:01 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Mrz 2009 / 00:21 Uhr

25 Tage vor dem wichtigen WM-Qualifikationsspiel gegen Moldawien plagen die Nationalmannschaft Verletzungssorgen. Diego Benaglio, Stephan Lichtsteiner und Eren Derdiyok fehlten am Wochenende wegen Blessuren, und Valon Behrami erlitt am Sonntag eine Knieverletzung, deren Schwere noch nicht abzuschätzen ist.

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Als Diego Benaglio, Stephan Lichtsteiner und Valon Behrami vor der Partie der Schweiz im Februar gegen Bulgarien (1:1) Forfait erklärten, war dies nicht alarmierend. Nationalcoach Ottmar Hitzfeld konnte so im Testspiel Alternativen proben und eine weitere Kadersichtung vornehmen.

Doch jetzt, drei Wochen später, ist dieses an sich gesetzte Trio noch immer (oder wieder) verletzt. Und der Termin der wegweisenden WM-Qualifikationsspiele gegen Moldawien rückt näher (28. März/1. April).

Behrami: Kleine Hoffnung

Die grössten Sorgen macht man sich im Umfeld der Nationalmannschaft um Mittelfeldspieler Valon Behrami. Nachdem er am Sonntag in der Partie mit West Ham gegen Manchester City mit den Stollen im Rasen hängen geblieben war, musste mit dem Schlimmsten gerechnet werden.

Am Montag gab sein Klub immerhin eine erste (Teil-)Entwarnung. Ein MRI ergab, dass Behrami zumindest am Knöchel keine Brüche erlitten hat.

Doch noch kann die Schweiz hoffen, dass Behrami gegen Moldawien dabei ist. Ottmar Hitzfelds Assistent Michel Pont will vorerst positiv denken: «Ich habe das Spiel am TV gesehen. Die Szene sah fürchterlich aus. Noch immer muss man Angst haben, dass etwas Schlimmes geschehen ist. Aber Valon ist ein besonderer Spieler. Man denkt, dass er monatelang ausfällt, und dann steht er drei Tage später plötzlich munter auf dem Rasen.»

Verwaiste rechte Seite

Ein Ausfall Behramis wäre für die Schweiz deshalb gravierend, weil auf der rechten Seite derzeit keine verlässlichen Alternativen bereit stehen. Stephan Lichtsteiner, der im Normalfall hinter Behrami verteidigt, plagt sich seit Wochen mit Verletzungen herum.

Zum Jahresende und im Februar machte dem Innerschweizer eine Blessur am rechten Sprunggelenk zu schaffen. Jetzt laboriert er an einer Knöchelverletzung am linken Fuss, die am Samstag einen Einsatz mit Lazio Rom gegen Bologna verhinderte.

Gehäufte Ausfälle

Lichtsteiners Verletzung ist wohl nicht schlimm, womöglich gelangt er schon heute Dienstag im Cup-Halbfinal gegen Juventus Turin zu einem (Teil-)Einsatz. Doch beim 25-Jährigen häuften sich zuletzt die Ausfälle, so dass es für ihn schwierig wird, bis Ende Monat seine Topform zu erreichen.

Dies ist auch für Marco Padalino und Gelson Fernandes nicht einfach. Die beiden waren gegen Bulgarien die Statthalter von Behrami und Lichtsteiner auf der rechten Seite.

Doch im Verein kommen sie just jetzt nur noch sporadisch zum Einsatz. Padalino absolvierte im Februar für Sampdoria in der Serie A nur 117 von 450 Minuten und stand lediglich einmal in der Startformation.

Fernandes mit schlechten Karten

Noch schlechter sieht es derzeit für Fernandes bei Manchester City aus. Vor dem Spiel gegen Bulgarien betonte Hitzfeld, dass Fernandes «als Nummer 12 bei einem Gross-Klub wie Manchester City ein Platz im Aufgebot der Schweiz gehört».

Doch der erste Ersatzmann ist der Walliser bei den «Citizens» längst nicht mehr. Am 21. Dezember stand Fernandes letztmals von Beginn weg auf dem Platz. Seither kam er nur gerade zu zwei Teileinsätzen (insgesamt 13 Minuten) und gehörte zuletzt in der Premier League und im UEFA-Cup viermal nicht einmal mehr zum Aufgebot der Engländer.

Mysterium Benaglio

Sorgen bereiten Hitzfeld im Moment auch die Position des Goalies und der Sturm. Zu einem (kleinen) Mysterium entwickelte sich in den letzten Tagen die Situation von Diego Benaglio. Vor dem Spiel gegen Bulgarien meldete er sich wegen einer Entzündung der Patellasehne ab.

Gebessert hat sich daran seither nichts. In Wolfsburg dringen News über den Schweizer Goalie nur spärlich an die Öffentlichkeit. Zuletzt hiess es dreimal vor einer Partie, über einen Einsatz Benaglios werde kurz vor dem Anpfiff entschieden. Gespielt hat dann der Schweizer aber jeweils nicht.

Wie schwer ist Benaglio verletzt?

Ein dem Verein nahe stehender Journalist glaubt (noch) nicht, dass die Verletzung Benaglios tatsächlich gravierend ist. «Wenn der Verein das wüsste, würde er dies auch kommunizieren.» Allerdings ist die Patellasehne ein überaus sensibles Band.

Nicht wenige Fussballer sind wegen Verletzungen, die mit ähnlichen Symptomen begannen, wie sie jetzt bei Benaglio auftreten, monatelang ausgefallen.

Immerhin nur ein paar Wochen soll derweil die Pause für Eren Derdiyok dauern. Der Stürmer des FC Basel muss sich rund zwei bis drei Wochen gedulden, bis er beim Schweizer Meister wieder mittun kann.

Doch selbst diese kurze Abwesenheit bedeutet für den ersten Ersatzmann im Schweizer Sturm, dass er vor der Reise nach Moldawien nur noch zu wenig Wettkampfpraxis kommen wird.

(Stefan Wyss /Si)

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