Hochrechnungen: Tessin, Obwalden und Glarus
publiziert: Sonntag, 21. Okt 2007 / 13:48 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 21. Okt 2007 / 14:51 Uhr

Bellinzona - Der Tessiner CVP-Ständerat Filippo Lombardi muss um seine Wiederwahl bangen. Er liegt einer ersten Hochrechnung der TSI zufolge deutlich hinter seinem bisherigen Amtskollegen Dick Marty (FDP) sowie Franco Cavalli, der für die SP ins Rennen geht.

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Marty, der CIA-Ermittler des Europarates, liegt mit 43,8 Prozent der Stimmen souverän an der Spitze. Auf Rang zwei folgt alt Nationalrat Cavalli mit 38,7 Prozent.

Lombardi wiederum bringt es der Hochrechnung zufolge bloss auf 31,8 Prozent aller Stimmen. Auf Rang 4 liegt Attilio Bignasca (Lega) mit 24,4 Prozent.

Da vermutlich keiner der Kandidaten das absolute Stimmenmehr schafft, wird die Entscheidung voraussichtlich erst im zweiten Wahlgang fallen. Dieser wird am 18. November stattfinden.

SVP in Obwalden vorn

In Obwalden hat die SVP überraschend der CVP das Nationalratsmandat abgenommen. Allgemein angenommen hatte man einen Zweikampf zwischen der CVP und dem parteilosen Künstler Luke Gasser. Profitiert davon hat die lachende Dritte, die SVP.

Neu wird Obwalden im Nationalrat vom 41-jährigen SVP-Politiker und Informatiker Christoph von Rotz vertreten. Er erhielt 4523 Stimmen.

Mit nur 61 Stimmen Abstand folgt CVP-Kandidat Patrick Imfeld (4462). Ein gutes Resultat erzielte der parteilose Luke Gasser mit 3095 Stimmen, während SP-Kandidat Beat von Wyl lediglich auf 1569 Stimmen kam.

CVP hätte es schaffen müssen

Von der Parteienstärke her hätte es die grösste Partei, die CVP, eigentlich mühelos schaffen müssen. Doch die Kandidatur des 41-jährigen Filmemachers und Musikers Luke Gasser brachte die klaren Hierarchien durcheinander. Auf der einen Seite verfügt er über ein Beziehungsnetz, das über die Parteigrenzen hinweg geht.

Andererseits war aber wohl entscheidender, dass er sich nach einer allfälligen Wahl in Bern der CVP-Fraktion anschliessen wollte. Das brachte ihm zahlreiche CVP-Stimmen - und nahm sie dem offiziellen CVP-Kandidaten weg.

SVP profitiert von Uneinigkeit

Dank schuldet ihm jetzt die SVP, die aus dem Zweikampf Imfeld - Gasser und der Aufsplitterung der CVP-Stimmen als lachende Dritte hervorging. Damit löst Kantonsrat und Informatiker Christoph von Rotz den bisherigen CVP-Nationalrat Adriano Imfeld ab.

Die SVP kann sich freuen, dass sie den Sitz an der Urne erkämpft hat. Vor zwei Jahren hatte sie sich zu früh gefreut, als sie auf einen Parteiwechsel von Adriano Imfeld hoffte. Der krebste wieder zurück. Seither hing aber der Haussegen bei der CVP schief - mit ein Grund, weshalb Adriano Imfeld in diesem Jahr nicht mehr antrat.

Die Stimmbeteiligung lag bei 59,72 Prozent.

Glarus setzt im Parlament auf Kontinuität

Die beiden bisherigen Ständeräte Fritz Schiesser (FDP) und This Jenny (SVP) wurden erwartungsgemäss für vier Jahre weitere Jahre gewählt. Sie waren konkurrenzlos ins Rennen gestiegen.

Werner Marti (SP) verteidigt den einzigen Sitz des Kantons Glarus im Nationalrat. Seine beiden Herausforderer blieben chancenlos. Marti sitzt seit 1991 in der Grossen Kammer der eidgenössischen Räte.

(tri/sda)

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