Hochspezialisierte Eingriffe nicht nur in Unispitälern
publiziert: Donnerstag, 25. Okt 2007 / 15:19 Uhr

Neuenburg - Die Spitzenmedizin ist in der Schweiz übers ganze Land verteilt. Dutzende Spitäler nehmen Eingriffe vor - mit der Folge, dass die Fallzahlen pro Klinik tief sind. Das zeigt eine Studie des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Momentan läuft eine Anhörung für eine neue Vereinbarung über die Verteilung.
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Nur Transplantationen, Eingriffe am Nervensystem und Operationen am Kinderherzen wurden im Jahr 2005 praktisch ausschliesslich in Unispitälern vorgenommen, wie das BFS mitteilte. 93 Prozent der 255 Nierentransplantationen wurden in Unispitälern durchgeführt, bei den 437 Kinderherzchirurgiefällen waren es 100 Prozent.

Bei diversen anderen hochspezialisierten Eingriffen mischen aber auch kleinere Spitäler mit: Im vorletzten Jahr zählte das BFS zum Beispiel 2099 chirurgische Eingriffe an Herzklappen. 49 Prozent davon wurden an Unispitälern durchgeführt, der Rest in anderen Kliniken, vor allem Zentrumsspitälern.

Bei der Onkologie ist die Rolle der Unispitäler noch weniger dominant: Knochentumore etwa wurden in nicht weniger als 82 Kliniken behandelt, Weichteilsarkome in 127. Die Unispitäler weisen allerdings auch hier pro Betrieb die grössten Fallzahlen auf.

Unstimmigkeiten

Insgesamt zählt das BFS rund 30 verschiedene Eingriffe zur hochspezialisierten Medizin. Die Auswahl basiert auf Arbeiten der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), welche die Spitzenmedizin auf weniger Spitäler konzentrieren möchte.

Das Vorhaben führte Unstimmigkeiten. Vor allem die Kantone Zürich auf der einen sowie Basel-Stadt und Bern auf der anderen Seite sind sich nicht einig, welche Leistungen in welchen Unispitälern angeboten werden sollen. Momentan läuft eine Anhörung für eine neue Vereinbarung. Die Kantone können sich bis Ende Jahr äussern.

Die Studie des BFS kann dabei als Informationsgrundlage dienen. Die Statistiker berechneten auch, wie viel die hochspezialisierten Eingriffe im Jahr 2005 kosteten. Insgesamt gab es rund 21 000 Behandlungen. Die Kosten dafür beliefen sich auf 536 Millionen Franken. Das sind 3,8 Prozent der Kosten der Spitalversorgung im Akutbereich.

(ht/sda)

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