Hochwasserlage
Hochwasser wird in Ostbayern erwartet - Leiche gefunden
publiziert: Dienstag, 8. Aug 2000 / 07:31 Uhr

München/Regensburg - Nach der Entspannung der Hochwasserlage in Südbayern bereiten sich die Hilfskräfte jetzt in Ostbayern auf eine Flutwelle vor. In Oberstdorf wurde die Leiche eines Mannes gefunden.

Die Behörden erwarten, dass an der Donau in Niederbayern am Dienstagmorgen mit Meldestufe Vier die höchste Warnstufe erreicht wird. Bereits am Montag wurden erste Strassen überschwemmt. Auch Teile Neustadts an der Donau, wo beim Pfingsthochwasser 1999 nach dem Dammbruch Schäden in dreistelliger Millionenhöhe entstanden, sind bedroht. Insgesamt werde die Donau jedoch voraussichtlich 1,20 Meter unter dem zu Pfingsten 1999 festgestellten Pegel bleiben, erklärten die Behörden.

In Kelheim gestaltete sich die Situation in der Nacht nicht so dramatisch wie befürchtet. Ein Sprecher der Polizei sagte, das Wasser werde in den frühen Morgenstunden kaum weiter ansteigen. In Ingolstadt seien bereits nach Mitternacht sinkenden Pegelstände beobachtet worden.

Finanzhilfe für Betroffene

Unterdessen kündigte Bayerns Finanzminister Kurt Faltlhauser Hilfsmassnahmen für Betroffene an. Hochwasseropfer könnten mit Steuererleichterungen rechnen.

Nach ausgiebigen Regenfällen hatte am Wochenende das Hochwasser in weiten Teilen Südbayerns Schäden in Höhe von mehreren Millionen Mark verursacht. 10 500 Helfer von Feuerwehr und Hilfsorganisationen hatten gegen die Wassermassen angekämpft.

Ein Pilzsammler fand am Montagnachmittag in einem Bachbett bei Oberstdorf die Leiche eines Mannes. Mit "ziemlicher Sicherheit" handle es sich dabei um den Wanderer, der am Vortag von den Fluten eines Sturzbaches fortgerissen wurde, teilte die Polizei mit. Die Identifizierung steht noch aus.

(klei/sda)

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