Nach Wasserwalze
Hochwassergefahr in Bern vorerst gebannt
publiziert: Donnerstag, 5. Jul 2012 / 07:27 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 5. Jul 2012 / 08:07 Uhr

Bern - In der Stadt Bern hat die Feuerwehr am Mittwochabend wegen Hochwassergefahr die Bevölkerung mit Sirenen alarmiert. Nach heftigen Niederschlägen im Raum Thun befürchtete die Feuerwehr, dass die Aare in der Bundesstadt über die Ufer treten würde.

Entfeuchtung, Bauaustrocknung, Wasserschadentrocknung
Easytrock GmbH
Bahnhofstrasse 31
8932 Mettmenstetten
4 Meldungen im Zusammenhang
«Es war ein Wettkampf gegen die Zeit», sagte Franz Märki, Sprecher der Berufsfeuerwehr der Stadt Bern. Nach heftigen Regenfällen am Nachmittag führte die Zulg, die im Raum Steffisburg am Tor zum Berner Oberland in die Aare fliesst, plötzlich grosse Wassermengen sowie Schwemmholz mit.

Die heftigen Regenfälle im Gebiet Eriz hatten dazu geführt, dass gemäss der Messstation des bernischen Amts für Wasser und Abfall die Zulg bei Heimberg um etwa 17 Uhr innert Kürze von ein paar wenigen Kubikmetern Wasser pro Sekunde auf 190 Kubikmeter anschwoll - dass also eine wahre Wasserwalze daher kam. Ebenso rasch, wie der Fluss anschwoll, sank der Pegel gemäss dem Diagramm wieder.

Um etwa 20 Uhr hatte das Wasser Bern erreicht, wo die Aare maximal 420 Kubikmeter pro Sekunde führte, dann aber ebenfalls ziemlich rasch wieder an Höhe verlor.

Weil dieses Ereignis überraschend eingetreten und eine Messstation mitgerissen worden sei, habe das kantonale Amt für Wasser und Abfall relativ spät Informationen erhalten. Dafür habe man dann aber rasch darauf reagiert, versicherte Märki.

Das Amt schloss den Hochwasserentlastungsstollen in Thun, damit nicht noch zusätzliche Wassermassen auf die Bundesstadt zukamen. In den Stadtberner Quartieren Matte, Marzili, Dalmazi, Altenberg und Felsenau, die unmittelbar an der Aare liegen, bauten die Einsatzkräfte überall Sperren ein.

Schwemmholz aus der Aare gehievt

Die Feuerwehr stellte fest vorbereitete Elemente wie Verschalungen auf und setzte grosse Schläuche ein. Im Mattequartier fischte ein riesiger Kran Schwemmholz aus der Aare und entlastete den grossen Deich.

Die Anwesenden und die Anwohner der betroffenen Quartiere wurden aufgefordert, exponierte Keller zu räumen. Wegen der Gefahr vor einer Überflutung sollten auch die Fahrzeuge aus der Gefahrenzone gebracht werden, hiess es etwa per Lautsprecher.

Gegen 21.00 Uhr entspannte sich die Situation merklich. «Wenn es jetzt nicht plötzlich irgendwo heftig regnet, dann muss man nicht mehr mit einer Verschärfung der Situation rechnen», sagte Feuerwehrsprecher Märki.

Die Feuerwehr werde aber nicht gleich ihr Material wegräumen, fügte er an. Zwar bestand am späten Mittwochabend keine spezielle Gefahr mehr, doch die Einsatzkräfte wollten die Situation weiter beobachten.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Märki lediglich von einem Gebäude Kenntnis, in welches Wasser eingedrungen war. Von anderen Schäden wusste er nichts.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Trotz Sonnenschein am Donnerstag ist die Hochwassergefahr noch nicht gebannt. Der Pegel des Neuenburgersees stieg ... mehr lesen
Trotz Sonnenschein am Donnerstag ist die Hochwassergefahr noch nicht gebannt.
Die Feuerwehr verteilt Sandsäcke.
Bern - Laut dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) können sich Hochwasser wie jenes ... mehr lesen
Bern - Nach heftigen Niederschlägen im Eriz in der Nähe von Thun steht der Stadt Bern ein Hochwasser bevor. Nach Angaben ... mehr lesen
Märki geht davon aus, dass die Aare ab 20 Uhr bis zu 450 Kubikmeter Wasser pro Sekunde führt.
Neue Niederschläge könnten zu einem Wiederanstieg der Pegel führen. (Symbolbild)
Zürich - Teile der Schweiz sind am Dienstagmorgen erneut heftig verregnet worden. Vor allem in der Region Zürich kam ... mehr lesen
Entfeuchtung, Bauaustrocknung, Wasserschadentrocknung
Easytrock GmbH
Bahnhofstrasse 31
8932 Mettmenstetten
Bauaustrocknung Wasserschadensanierung
Die Suche nach Vermissten geht weiter.
Mindestens zehn Tote  Nairobi - Ein schweres Unwetter hat in der kenianischen Hauptstadt Nairobi mindestens 17 Menschen in den Tod gerissen. Allein beim Einsturz eines sechsstöckigen Wohnhauses am Freitagabend kamen mindestens zehn Menschen ums Leben, wie die Polizei am Samstag mitteilte. 
Hunderte wurden in Sicherheit gebracht  Houston - Bei schweren Überschwemmungen im US-Bundesstaat Texas sind ...  
Die Flüsse sind aus den Ufern getreten. (Symbolbild)
Flüsse überschwemmt  Colonia Suiza - Bei einem schweren Sturm und Überschwemmungen in Uruguay sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Rund 2000 ...  
Vertrauen in der Bevölkerung  Birmensdorf ZH - Eine Mehrheit der Bevölkerung fühlt sich hierzulande gut vor Naturgefahren geschützt. ...  
Hochwasser kann in der Schweiz jederzeit vorkommen.
Titel Forum Teaser
Unter den Überlebenden seien zwei Schwangere und ein Mann mit Schusswunde nach Sizilien gebracht worden. (Symbolbild)
Unglücksfälle Dutzende Vermisste nach neuen Flüchtlingstragödien Rom - Bei einer neuen Flüchtlingstragödie ...
Feuchte Mauer, abblätternder Verputz? Hydroment bringt Schutz!
 
Wettbewerb
   
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zum Release des siebten Teils der Star Wars-Serie («Das Erwachen der Macht») verlosen wir zwei DVDs.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 6°C 15°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 8°C 15°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
St. Gallen 5°C 11°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 5°C 14°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Luzern 6°C 13°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 7°C 15°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen recht sonnig
Lugano 10°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten