Höchstes US-Gericht lässt Berufung von Skilling zu
publiziert: Mittwoch, 14. Okt 2009 / 07:48 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 14. Okt 2009 / 08:36 Uhr

Washington - Einer der spektakulärsten Prozesse wegen Wirtschaftsbetrugs in der US-Geschichte beschäftigt demnächst das höchste amerikanische Gericht. Der Supreme Court liess die Berufung des ehemaligen Chefs des einstigen Energieriesen Enron, Jeffrey Skilling, zu.

Nach Ansicht des Gerichts hatte Skilling «hunderte wenn nicht sogar tausende Menschen zu lebenslanger Armut verurteilt».
Nach Ansicht des Gerichts hatte Skilling «hunderte wenn nicht sogar tausende Menschen zu lebenslanger Armut verurteilt».
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Skilling hatte den Konzern mit seinem Betrug 2001 in die Pleite getrieben. Über die Berufung solle Anfang kommendes Jahres verhandelt werden, teilte das Gericht mit. Skilling sitzt derzeit eine 24-jährige Haftstrafe ab.

Der heute 55-jährige Skilling hatte bereits bei seiner Verurteilung vor drei Jahren betont, er sei unschuldig. Das Gericht hatte damals entschieden, er müsse ausserdem Schadenersatz in Höhe von insgesamt etwa 45 Mio. Dollar zahlen.

Nach Ansicht des Gerichts hatte er «hunderte wenn nicht sogar tausende Menschen zu lebenslanger Armut verurteilt». Enron, einst eines der zehn grössten US-Unternehmen mit einem Börsenwert von mehr als 60 Mrd. Dollar, brach nach dem Auffliegen umfangreicher Unregelmässigkeiten 2001 zusammen. Investoren verloren Milliardenbeträge, tausende Angestellte ihre Altersvorsorge.

(fest/sda)

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