Höherer Selbstbehalt bei Originalmedikamenten
publiziert: Mittwoch, 9. Nov 2005 / 10:49 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 9. Nov 2005 / 11:18 Uhr

Bern - Wer statt eines Generikums das Originalmedikament bezieht, muss künftig den doppelten Selbstbehalt bezahlen.

Der Bundesrat will, dass mehr Generika verschrieben werden.
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Diese Massnahme ist Teil eines Pakets, mit dem der Bundesrat ab 2006 die Gesundheitskosten um über 90 Millionen Franken senken will.

Für Originalmedikamente hat der Bundesrat den Selbstbehalt auf 20 Prozent erhöht. Bei Nachahmerprodukten beträgt der Selbstbehalt weiterhin 10 Prozent. Mit dieser Massnahme will der Bundesrat die Verwendung der gleichwertigen, aber billigeren Generika weiter fördern. Der Spareffekt lässt sich schwer beziffern.

Höchstbetrag gesenkt

Gleichzeitig wird der Höchstbetrag, den die Krankenkassen für Hilfsmittel erstatten, um 10 Prozent gesenkt. Heute richten die Hersteller von Medizinalprodukten ihre Preise in der Regel am Höchstbetrag der Mittel- und Gegenständeliste aus. Der Bundesrat rechnet mit einem Sparpotenzial von jährlich 26 Millionen Franken.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist daran, das System der Preisvergütung für die verschiedenen Produktegruppen zu überprüfen. Diese Arbeiten werden aber erst Ende 2006 abgeschlossen sein, weshalb als Sofortmassnahme die zehnprozentige Senkung beschlossen wurde.

Einsparungen bei Laboranalysen

Um 60 Millionen Franken sollen zudem die Kosten für Laboranalysen gesenkt werden, die heute dank neuen Verfahren billiger durchgeführt werden können. Als Sofortmassnahme wird der Taxpunktwert für diese Leistungen von einem Franken auf 90 Rappen gesenkt. Auf 2007 sind weitere Änderungen am Tarif vorgesehen.

(lg/sda)

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