Hoffnungen ruhen auf Wawrinka
publiziert: Freitag, 7. Jul 2006 / 23:55 Uhr

Ab Montag verlagert sich das Interesse am Tennis aus London ins «Wimbledon der Alpen». Beim Allianz Suisse Open Gstaad wird das Teilnehmerfeld von Ivan Ljubicic und Gaston Gaudio angeführt, die lokalen Hoffnungen ruhen auf Stanislas Wawrinka.

Stanislas Wawrinka hat gute Erinnerungen ans Allianz Suisse Open Gstaad im Jahr 2005.
Stanislas Wawrinka hat gute Erinnerungen ans Allianz Suisse Open Gstaad im Jahr 2005.
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Nachdem in den letzten Monaten mehrheitlich die Querelen über finanzielle Ungereimtheiten die Schlagzeilen über das zweitgrösste Schweizer Männerturnier beherrschten, gilt das Interesse nun vorderhand wieder dem Sport.

Der Titel dürfte in diesem Jahr über Ljubicic führen. Der aufschlaggewaltige Kroate hat die Titel in Chennai und Zagreb gewonnen, stand im Endspiel von Key Biscayne, im Halbfinal von Roland Garros und in vier weiteren Viertelfinals. Mit einer Bilanz von 40:10 weist sich der aktuelle Daviscup-Titelhalter zudem über grosse Leistungskonstanz aus.

Erster Herausforderer müsste eigentlich Gaston Gaudio sein. Der Gstaad-Titelverteidiger blickt aber auf ein äusserst mässiges Jahr zurück, aus dem lediglich die Halbfinal-Qualifikation in Monte Carlo herausragt.

Wawrinka zum Zweiten?

Mit guten Erinnerungen tritt Stanislas Wawrinka an. Im Vorjahr erreichte er in Gstaad erstmals einen Final auf der ATP-Tour und beschleunigte so seinen Aufstieg. In diesem Jahr würde ihm ein erneutes Erfolgserlebnis gut tun: Mit Ausnahme der Drittrunden-Qualifikation in Wimbledon musste er in den letzten Monaten vornehmlich Enttäuschungen registrieren.

Auch Robin Roshardt, der im Viertelfinal des Junioren-Turniers von Wimbledon aufgeben musste, wird starten können: Der Zürcher liess sich gestern bei Dr. Bühlmann untersuchen und erhielt die Startfreigabe, wie sein Trainer Ivo Werner am Abend bestätigte: «Er leidet an Stress und Überbelastung im Rücken, kann aber hundertprozentig spielen.»

Die dritte Wildcard geht an Marco Chiudinelli (ATP 363). Der Baselbieter, der lange verletzt war, befindet sich wieder auf dem aufstrebenden Ast.

Moya und die Franzosen

In der Höhenlage im Berner Oberland gilt es aber zweifelsohne auch andere Spieler zu beachten, wie zum Beispiel den Offensivspezialisten Max Mirnyi (ATP 53) oder die frühere Nummer 1 Carlos Moya (ATP 42). Immer für einen Coup gut sind zudem die französischen Nachwuchshoffnungen Richard Gasquet (ATP 50) und Paul-Henri Mathieu (ATP 35), der unlängst in Paris Rafael Nadal alles abforderte.

Kurzfristig abgesagt haben verschiedene interessante Spieler: Radek Stepanek (ATP 13) ist zu müde, Igor Andrejew (ATP 27) und Novak Djokovic (ATP 39) sind verletzt.

Gstaad. Allianz Suisse Open (8. bis 16. Juli). Entry List:

Ivan Ljubicic (Kro/ATP 4), Gaston Gaudio (Arg/12), Fernando Verdasco (Sp/30), Paul-Henri Mathieu (Fr/35), Carlos Moya (Sp/42), Feliciano Lopez (Sp/49), Richard Gasquet (Fr/50), Max Mirnyi (WRuss/53), Daniele Bracciali (It/54), Filippo Volandri (It/56), Ruben Ramirez Hidalgo (Sp/62), Stanislas Wawrinka (Sz/67), Andreas Seppi (It/68), Davide Sanguinetti (It/69), Christophe Rochus (Be/70), Robin Vik (Tsch/74), Andrei Pavel (Rum/79), Daniel Marcos (Br/80), Alessio Di Mauro (It/83), Simon Greul (De/85), Philipp Kohlschreiber (De/88), Carlos Berlocq (Arg/89), Fernando Vicente (Sp/100), Jiri Novak/Tsch/110), Flavio Saretta (Br/112), Albert Portas (Sp/115), Marco Chiudinelli (Sz/363/WC), Robin Roshardt (Sz/745/WC). -- Das Feld wird mit 4 Qualifiern komplettiert.

(smw/Si)

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