Hohe Gefängnisstrafen nach tödlichem Überfall
publiziert: Montag, 20. Jun 2005 / 18:17 Uhr

Yverdon-les-Bains VD - Zwei Jahre nach dem tödlichen Überfall auf einen Jugendlichen in Yverdon sind zwei der Täter zu hohen Strafen verurteilt worden.

Im Zug fing das Ganze an.
Im Zug fing das Ganze an.
Der eine muss für 20 und der andere für 19 Jahre ins Zuchthaus. Die Geschworenen in Yverdon blieben damit nur leicht unter dem Strafantrag des Staatsanwalts, der für beide Täter 20 Jahre Zuchthaus gefordert hatte. Die beiden Männer hatten am 1. Juni 2003 am Bahnhof in Yverdon-les-Bains VD zusammen mit zwei damals Minderjährigen einen 18-Jährigen aus La Chaux-de-Fonds totgeprügelt.

Die vier Täter hatten dem jungen Mann zuerst auf der Zugfahrt nach Yverdon seinen Discman abgenommen. Nach der Ankunft im Bahnhof verfolgten sie ihn und schlugen abwechslungsweise auf ihn ein. Fusstritte und Fausthiebe sowie später Schottersteine prasselten auf das Opfer ein.

Um sich zu verteidigen, zog das Opfer ein Messer und verletzte einen Angreifer. Ein anderer packte das Messer und stiess es dem 18-Jährigen in die Lende. Fünf Tage später starb der junge Mann. Die Autopsie zeigte, dass er den Kopfverletzungen erlag. Der Messerstich wäre ohne sofortige Intensivpflege ebenfalls tödlich gewesen.

Die zwei zur Tatzeit minderjährigen Mittäter waren bereits zu einem früheren Zeitpunkt zu mindestens zwei Jahren Erziehungsheim verurteilt worden. Dies ist die Höchststrafe, die das Jugendstrafrecht vorsieht.

(sl/sda)

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