Söhne konnten fliehen
Holländische Schiffer randalieren und prügeln
publiziert: Mittwoch, 21. Mrz 2012 / 20:29 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 21. Mrz 2012 / 21:29 Uhr
Nach dem Handgemenge wurde der Kapitän festgenommen, dessen zwei Söhne konnten aufs Schiff fliehen.(Archivbild)
Nach dem Handgemenge wurde der Kapitän festgenommen, dessen zwei Söhne konnten aufs Schiff fliehen.(Archivbild)

Weil am Rhein/Basel - Bei einem Bar-Besuch im badischen Weil am Rhein haben fünf Schiffsleute, deren Frachter nebenan im Basler Rheinhafen lag, die Fäuste fliegen lassen. Die Holländer demolierten das Lokal, verletzten dessen Chefin und prügelten sich übel mit zwölf Polizisten.

Der Streit sei in der Nacht auf Mittwoch um zwei Uhr aufgeflammt, als dem Quintett die Konsumationsrechnung gar hoch erschien, teilte die Polizeidirektion Lörrach (D) mit. Die Schiffer rasteten dermassen aus, dass eine Bardame einen Aschenbecher gegen ihre Schläfe geschlagen und die Chefin der Bar eine Faust ins Gesicht bekam.

Haupttäter waren ein 52-jähriger Kapitän und seine beiden 24 und 21 Jahre alten Söhne, wie ein Polizeisprecher sagte. Ihr Frachter hatte ein paar Schritte entfernt im Basler Rheinhafen Kleinhüningen geankert.

Pflasterstein-Wurf

Eine erste alarmierte Polizeipatrouille stellte am Hintereingang der Bar zunächst zwei der Übeltäter. Als die Beamten diese kontrollierten, tauchten die anderen Schiffer auf und provozierten sofort ein Handgemenge. Die Polizisten hätten alle Mühe gehabt, sich gegen die aggressiven Männer zu verteidigen, hiess es.

Zwei der Schiffer liefen dann davon, worauf aus dem Hintergrund plötzlich ein Pflasterstein zu fliegen kam. Statt des anvisierten Polizisten traf der Stein jedoch den Kapitän.

Als dann weitere Polizeifahrzeuge eintrafen, rannten einzelne Männer weg. Allerdings kehrten sie mit Dachlatten bewaffnet zurück und gingen auf die Beamten los. Nur mit intensivem Gebrauch von Pfefferspray und Schlagstock konnten sich die Polizisten wehren.

Ausraster mit Konsequenzen

Im Getümmel gelang den Prügler-Söhnen die Flucht - wohl über die Grenze aufs Schiff. Der Kapitän wurde über Nacht in Polizeigewahrsam genommen. Er gestand und wurde am Mittwoch freigelassen. Abklärungen laufen, ob die Söhne wegen der in Deutschland begangenen Straftaten eine Kaution leisten sollen.

Laut dem Sprecher dürfte den dreien gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen Vollzugsbeamte und Sachbeschädigung zur Last gelegt werden. Der Kapitän hatte mit einem Stuhl eine Spiegel-Säulenverkleidung im Wert von 3000 Euro zerlegt. Das Trio habe mindestens mit hohen Geldstrafen oder Bewährungsstrafen zu rechnen.

Insgesamt beschäftigte der nächtliche Ausraster der Schiffer fünf zweiköpfige Patrouillen der Lokalpolizei sowie eine der Bundespolizei. Die Beamten wurden nicht verletzt.

(knob/sda)

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