Zehn Prozent Exportverlust
Hollywood zittert vor internationaler Konkurrenz
publiziert: Mittwoch, 5. Nov 2014 / 07:18 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 5. Nov 2014 / 07:37 Uhr

Los Angeles/London - Die US-amerikanische Filmindustrie hat in den vergangenen Jahren knapp sieben Prozent ihres bewährten Exporterfolgs eingebüsst und stellt sich somit auf harte wirtschaftliche Zeiten ein.

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Hollywood sieht sich zunehmend in einer Krise und einem hohen Konkurrenzpotenzial von Finanzriesen aus China ausgesetzt. Englischsprachige Filme verzeichnen weltweit einen alarmierenden Exportverlust von zehn Prozent.

 «Vielfalt beeindruckt. Aus Hollywood hingegen kommen derzeit zunehmend eindimensionale Geschichten, die durch den Trend zur Fortsetzung das Risiko meiden und wirtschaftliche Rentabilität versprechen. Es gibt eine Sehnsucht der Kinobesucher nach handwerklich gut gemachten und zugleich kreativen Inhalten, die näher an ihrer eigenen Lebenswirklichkeit sind, und ihren persönlichen Interessen entsprechen. All das findet sich aktuell eher im europäischen Kino wieder», so Kulturmanager Urs Spörri vom Deutschen Filminstitut gegenüber pressetext.

Chinesen wollen andere Inhalte

 China stellte sich im vergangenen Jahr als immer gefährlichere Konkurrenz zum amerikanischen Erfolgszentrum Hollywood heraus. Im September verzeichneten chinesische Kartenverkaufsstellen Spitzenwerte bei den für den Binnenmarkt produzierten Filmen «The Monkey King», der etwa 186 Mio. Dollar (rund 179 Mio. Franken) Umsatz an den inländischen Kinokassen erreichte, und «Breakup Buddies» mit 143 Mio. Dollar (etwa 137 Mio. Franken).

Von den letzten neun Top-Filmen auf dem chinesischen Markt waren fünf Titel aus dem eigenen Land. Hollywood scheint zunehmend aus den Kinohäusern der Volksrepublik zu verschwinden. Auch andere Länder holten in der Vergangenheit kräftig auf und erschweren der amerikanischen Industrie den weltweiten Zugang zum Markt. Der britische Film «Les Miserables» von Universal Pictures machte etwa 442 Mio. Dollar (etwa 423 Mio. Franken) Umsatz.

Angespannte finanzielle Situation

Weil sich Interessen mittlerweile weltweit stark verändert haben und auch durch global politische Aktivitäten gewisse Trends aufflackern, sind amerikanische Einflüsse nicht mehr so dominierend wie noch vor 20 Jahren. In der Filmindustrie gibt es, wie Experten nun ausfindig machen können, eine völlig neue Generation, die global nachweisbar ist.

Auch die weltpolitische Lage erschwert den grossen Produktionsunternehmen aus Hollywood die finanzielle Lage. Einige russische Offizielle zogen es in den vergangenen Wochen etwa bereits in Erwägung, US-Filme im Inland zu reduzieren oder sogar einen Ausschluss dieser gesetzlich durchzusetzen. Dennoch hofft die US-Filmbranche, dass mit «Interstellar» aus den Paramount Studios Ende 2014 wieder zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden.

(bert/pte)

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