Hollywoodstudios verbünden sich gegen Piraterie
publiziert: Donnerstag, 8. Nov 2007 / 12:50 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 8. Nov 2007 / 13:19 Uhr

Peking - Die drei Hollywoodstudios Warner Bros. , Paramount und DreamWorks wollen gemeinsam gegen die Filmpiraterie kämpfen. Wie das US-Magazin Variety berichtet, hat das Trio am Mittwoch bekannt gegeben, mit neuen Verkaufsstrategien gegen das Problem von Raubkopien vorgehen zu wollen.

Besonders in China sehen die Filmstudios ein grosses Potenzial im Kampf gegen die Raubkopierer.
Besonders in China sehen die Filmstudios ein grosses Potenzial im Kampf gegen die Raubkopierer.
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Das Hauptaugenmerk wird dabei auf China, dem grössten Markt für illegale DVDs, liegen.

Die Filmstudios planen, internationale Titel künftig zu Niedrigstpreisen (2,95 Dollar) anzubieten und teilweise bereits zwei Monate nach dem Kinostart die DVD-Versionen zu veröffentlichen.

Die Abwicklung soll über das von Warner gegründete Handelsnetzwerk CAV Warner ablaufen, das im Jahr 2005 zur Bekämpfung der internationalen Piraterie gegründet wurde.

Riesiges Potenzial

Der Zusammenschluss der drei Konzerne ist Teil eines Versuchs, in dem riesigen chinesischen Markt ein legales und erfolgreiches Niedrigpreis-Geschäft aufzubauen, um der Piraterie entgegenzuwirken. Im vergangenen Jahr wurden in China rund drei Mrd. DVDs verkauft. Der Markt wird auf 2,5 Mrd. Dollar geschätzt, aber nur ein minimaler Anteil davon wurde in legale Kopien investiert.

Neben China gelten, besonders in Europa, auch ehemalige Ostblock-Länder wie Tschechien als Gross-Exporteure von Raubkopien. Wie Andreas Manak, Generalsekretär des österreichischen Vereins für Anti-Piraterie (VAP) mitteilte, hätten sich in der Tschechischen Republik mittlerweile 50 bis 60 Märkte etabliert, die in grossem Umfang Piraterieprodukte nach Deutschland und Österreich verkaufen.

Videotheken sind gefordert

Nicht nur die Filmproduzenten, auch Handel und Verleih leiden unter der zunehmenden Verbreitung von gefälschten Produkten. «Die Umsätze des deutschen Videothekenmarkts sind seit Jahren rückläufig. Neben den grossen Negativ-Faktoren wie Internet-Piraterie, Raubkopien und dem Preisverfall im Kaufmarkt spielt aber auch der veränderte Medienkonsum eine Rolle», meint dazu André Meyer, Direktor Marketing & Vertrieb des Videotheken-Handelspartners emp Hamburg.

Dennoch geben sich die deutschen Videotheken optimistisch und wollen in einer Grossoffensive ihre Kunden zurückgewinnen. Eine gut sortierte Auswahl, die Schaffung eines Einkaufserlebnisses inklusive Orientierungshilfen für die Kunden sowie eine freundliche und fachliche Beratung seien die besonderen Tugenden der Videotheken und auf diese müsse sich die Branche besinnen, fügt Meyer hinzu.

Schnelle Veröffentlichung

Die US-Filmstudios setzen mit ihrer Aktion nun vor allem auf den Bonus Schnelligkeit. «Unser Weg, die Piraterie zu bekämpfen, ist sicherzustellen, dass der chinesische Konsument den jeweiligen Film bekommt, bevor er irgendwo anders erhältlich ist», so Tony Vaughan, Managing Director von CVA Warner in Shanghai.

Der erste Titel, der im Zuge der Partnerschaft von Warner, Paramount und DreamWorks auf den chinesischen Markt gebracht wurde, ist der Kinohit «Transformers». Der Film spielte in diesem Jahr in China bislang das meiste Geld ein. Am 28. November wollen die Studios dann mit «Shrek the Third» den zweiten DVD-Titel im Rahmen ihrer Anstrengungen gegen die Filmpiraten in China veröffentlichen.

(bert/pte)

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