«Holocaust-Konferenz» in Teheran eröffnet
publiziert: Montag, 11. Dez 2006 / 21:48 Uhr

Teheran - Trotz weltweiter Krititik hat in der iranischen Hauptstadt Teheran eine zweitägige «Holocaust-Konferenz» begonnen. Nach offiziellen Angaben nehmen über 60 ausländische Gäste aus 30 Staaten daran teil.

Die Konferenz soll das wahre Ausmass der Judenermordung während des Nationalsozialismus sachlich erkunden.
Die Konferenz soll das wahre Ausmass der Judenermordung während des Nationalsozialismus sachlich erkunden.
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Hierbei handle es sich nur um Wissenschaftler und Meinungsforscher, nicht jedoch um Neo-Nazis, wurde betont. Aus der Teilnehmerliste geht aber hervor, dass auch verurteilte Holocaust-Leugner wie der frühere französische Literaturprofessor Robert Faurisson erwartet werden.

An der Konferenz nehmen auch acht Rabbis teil. Sechs der jüdischen Geistlichen kommen aus den USA und zwei aus Österreich. Der Iran behauptet, über die Konferenz das wahre Ausmass der Judenermordung während des Nationalsozialismus sachlich erkunden zu wollen.

«Wir wollen nur überprüfen, was damals wirklich passiert ist, da der Holocaust schliesslich dazu geführt hat, dass ein Land ohne Volk und ein Volk ohne Land (Palästina) geworden ist», sagte Aussenminister Manuchehr Mottaki in seiner Eröffnungsrede. «Aber dafür werden wir vom Westen als Unterstützer der Nazis und als Antisemiten dargestellt.»

Umstrittene Äusserungen

Präsident Mahmud Ahmadinedschad nahm an der Eröffnung nicht teil, will die Teilnehmer aber noch empfangen. Er hatte in der Vergangenheit mit Äusserungen weltweit für Empörung gesorgt.

So sagte Ahmadinedschad, der Holocaust sei «ein Märchen» und forderte, Israel nach Europa zu verlegen. Zudem hatte er wiederholt gefordert den «zionistischen Staat» (Israel) auszulöschen.

Kritik aus Israel

Israel verurteilte die Veranstaltung als «schamlos». Die Stellungnahmen Ahmadinedschads stünden in klarem Widerspruch zu den historischen Fakten, hiess es in einem Communiqué in Jerusalem.

Zuvor hatte die deutsche Regierung die Konferenz scharf kritisiert. Der Geschäftsträger der iranischen Botschaft in Berlin wurde ins Aussenministerium einbestellt.

(bert/sda)

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