Olympia: Ski alpin - Super-G am Wochenende
Holt Didier Cuche die erste Schweizer Alpin-Medaille?
publiziert: Freitag, 15. Feb 2002 / 09:56 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Feb 2002 / 13:07 Uhr

Snowbasin - 8 - 7 - 6 - 5 - 4: Das ist keine Telefonnummer, sondern das sind die Diplomränge, welche die Schweizer Alpinen bisher bei Olympia herausgefahren haben. Noch fehlen die Medaillen. Am Wochenende bieten sich in den Super-G die nächsten Chancen.

Dider Cuche.
Dider Cuche.
Der ganz grosse Hoffnungsträger startet am Samstag. Didier Cuche ist neben den beiden Österreichern Stephan Eberharter und Fritz Strobl der meistgenannte Anwärter auf Gold. Gewonnen hat der Neuenburger in dieser Saison im Super-G zwar noch nie, aber in allen vier Rennen stand er auf dem Podest. Dreimal wurde er Zweiter, einmal Dritter.

"Das Thema Abfahrt", sagt Cuche, "ist abgehakt." 14. war er in diesem Rennen geworden. Abfahrts-Niederlagen ist er sich in diesem Winter mittlerweile gewöhnt. Aber die Erfolge im Super-G und im Riesenslalom trösteten ihn jeweils schnell darüber hinweg. Cuche hofft, dass dies so bleibt: "Wenn ich auf den Super-G-Ski stehe, bin ich gleich ein anderer Mensch, einer mit viel mehr Vertrauen."

Eberharter will Gold

Die Österreicher, so glaubt auch Cuche, werden wohl seine härtesten Gegner sein. Abfahrts-Olympiasieger Fritz Strobl kämpfte jedoch die letzten Tage gegen eine hartnäckige Erkältung und einen Husten. Strobl zog sich deshalb die meiste Zeit aufs Zimmer zurück, das er mit dem Top-Favoriten und Kollegen Eberharter teilt. Und der spielte ihm im Kampf gegen die Langeweile auf der Handorgel vor.

Am Samstag aber ist für das fidele Duo fertig lustig, da gilt es auch für Eberharter, den Dritten der Abfahrt, wieder ernst. Als Sieger von drei der vier Weltcup-Super-G des Winters hat er sich einiges vorgenommen: "Ich bin hier, um Gold zu gewinnen. Nur: Wenn es erneut nicht klappt, würde ich auch das wegstecken." Eberharter und Fritz Strobl sind aber nicht die einzigen, vor denen Didier Cuche Respekt hat: "Gefährlich sind an solchen Anlässen immer auch die Norweger Kjus und Aamodt, das haben sie ja bereits in den ersten beiden Rennen bewiesen."

Bonus dank Kurssetzer Fritz Züger

Einen kleinen Bonus hat Cuche gegenüber seinen Gegnern schon vor dem Rennen. Der Schweizer Abfahrtstrainer Fritz Züger ist der Kurssetzer. "Allzu viel kann der Fritz nicht machen. Er muss sich ja dem Gelände anpassen", sagt Cuche. "Er darf einfach nicht zu gerade setzen. So kurvig wie möglich sollte es sein." Und dann, so hofft Cuche, kann er vielleicht ein ähnlich gutes Ergebnis realisieren wie vor vier Jahren in Nagano, wo er zeitgleich mit dem Österreicher Hans Knauss die Silbermedaille errang.

Komplettiert wird die Schweizer Equipe durch den Walliser Didier Defago, der als Fünfter in Garmisch seine Qualitäten angedeutet hatte, durch Paul Accola, der wie Fritz Strobl gegen einen Husten ankämpft, und durch den Glarner Tobias Grünenfelder, der in Garmisch mit Nummer 45 auf Platz 15 gefahren war.

Hilde Gerg wie Eberharter

Was bei den Männern Stephan Eberharter, ist im Super-G der Frauen die Deutsche Hilde Gerg. Sie hat zwei der bisher vier Weltcuprennen für sich entschieden, was sie in Snowbasin zur klaren Favoritin macht. Auffallend ist zudem, dass es in diesem Winter nicht weniger als elf verschiedene Fahrerinnen im Super-G aufs Podest schafften. So ausgeglichen wars noch selten.

Schweizerinnen waren keine unter ihnen. Aber vielleicht ändert sich dies ja am Sonntag. Corinne Rey-Bellet hat in der Abfahrt bewiesen, dass sie ihre Diskushernie nicht am Gewinn einer Medaille hindern muss. Im Super-G erreichte sie ihre beste Saison- Platzierung in Cortina als Sechste. Und mit der Referenz von zwei 10. Plätzen steigt Sylviane Berthod in ihr zweites Olympia-Rennen. Sollte eine der beiden Walliserinnen reüssieren, wäre dies erst die zweite Schweizer Olympia-Medaille im Super-G. 1988 in Calgary gabs Silber für Michela Figini. Seither feierten immer nur die anderen.

(Werner Eisenring, Snowbasin /sda)

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