Holyfield: «Ich habe es noch drauf»
publiziert: Sonntag, 21. Dez 2008 / 11:54 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 21. Dez 2008 / 15:07 Uhr

Nach dem WBA-Schwergewichts-WM-Boxkampf in Zürich äusserten sich Protagonisten und Beteiligte.

Evander Holyfield hielt das Tempo locker mit, dominierte die erste Hälfte des Kampfes.
Evander Holyfield hielt das Tempo locker mit, dominierte die erste Hälfte des Kampfes.
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Evander Holyfield:

«Ich habe es noch drauf. Die Zweifel an meinem Leistungsvermögen habe ich natürlich nie gehabt. Ich habe mich im Kampf immer bewegt und damit die Anweisungen aus meiner Ecke umgesetzt. Ich habe viele Kontertreffer gelandet und meiner Ansicht nach den Kampf gewonnen. Ich werde mich jetzt erst mal ausruhen und Weihnachten feiern. Doch mein Ziel bleibt das Gleiche. Ich möchte nochmals unbestrittener Schwergewichts-Weltmeister werden.»

Alexander Zimin (Trainer Nikolai Walujew):

«Dieses Tempo von Holyfield über die gesamte Kampfdauer hatten wir nicht erwartet. Er nutzte den ganzen Raum des Rings aus. Erst ab der fünften Runde fand Walujew die richtige Distanz.»

Tommy Brooks (Trainer Holyfield):

«Bei allem Respekt vor Walujews Leistung: Holyfield hat den Kampf gewonnen. Jeder, der den Kampf gesehen hat, weiss dies. Evander wurde nicht getroffen. Das war unser Ziel. Und dies erreichten wir.»

Kenneth Sanders (Manager Holyfield):

«Wir wollen einen Rückkampf, und zwar hier in Zürich. Das Publikum war phantastisch. Es stand hinter Evander. Und dieser präsentierte sich in der besten Form seit 10 Jahren. Die Zuschauer in Zürich wissen, dass Holyfield gewonnen hat.»

Wilfried Sauerland (Mitveranstalter und Promoter Nikolai Walujew):

«Ein Unentschieden wäre auch gerecht gewesen. Evander hat die erste Kampfhälfte gewonnen, Walujew die zweite. Evander hat in der zweiten Kampfhälfte aber mehr getänzelt als ausgeteilt und getroffen. Evander hätte als Herausforderer noch mehr tun müssen, um zu gewinnen. Holyfield beschränkte sich in der zweiten Kampfhälfte fast nur noch aufs Ausweichen.»

Chris Meyer (Geschäftsführer Sauerland Promotions):

«Der Kampf war schwer zu werten. Die drei Punktrichter werteten maximal drei Runden einheitlich. Abgesehen davon, das Zürcher Publikum war toll. ... Die ganze Schweiz ist Boxsport-begeistert geworden.

Eine Rückkehr nach Zürich für einen Revanche-Kampf wäre auf jeden Fall ein Thema. Doch zuerst gibt es für Walujew noch eine andere Aufgabe -- den WM-Fight gegen Ruslan Tschagajew (der zuletzt verletzte «Weltmeister im Wartestand» und bislang einzige Walujew-Bezwinger meldet sich am 7. Februar mit einer ´Titelverteidigung´ zurück und wird anschliessend gegen Walujew den ´wahren´ WBA-Champion ermitteln -- Red.).»

Franco Passanante (42, früherer Schweizer Profiboxer):

«Holyfield war viel besser als erwartet. Unglaublich war, dass er sein hohes Tempo bis zum Schluss durchziehen konnte. Das hätte ich von einem 46-Jährigen niemals erwartet. Dennoch hat Walujew den Kampf verdient gewonnen. Denn als Herausforderer muss man den Champion sichtbar erschüttern können. Dies ist Holyfield trotz seiner tollen Leistung nicht gelungen. Doch Walujew hat dank einem guten Gegner auch sehr gut ausgesehen. Zudem war er wohl auch so austrainiert wie noch nie zuvor in den Ring geklettert.»

(fest/Si)

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Unentschieden & ab in die Rente

Wir waren im Hallenstation und haben den Kampf live gesehen. Holyfield hat ein Unentschieden verdient, wäre nun in Boxer-Rente und der Titel weiterhin bei Walujew.

Wir fanden den Kampf spannend, aber weit entfernt von einem tollen, guten Kampf! Weder Holyfields, noch Walujews Leistung ragte am letzten Samstag in Zürich heraus.

Rangfolge:

Auf Platz eins, die Vorkämpfe, doch auch dort haben die Punkterichter sehr unverständlich Punkte vergeben.

Die trashigen Nummerngirls eindeutig auf Platz zwei.

Gefolgt von Don Kings WBA-Schwergewichts-WM-Boxkampf auf dem dritten Platz.

Die grossen Verlierer des Abends: Die diversen Punkterichte & Don King!!
Ach ja, und die Stimmung im Publikum: Wie bei einem FCZ Spiel ...
Die Klitschkos geben den Tarif vor
Super Leistung von Holyfield. Das macht mir Mut, wieder mal in die Boxhalle zu gehen. Wie man sieht, kann man sich damit auf hohem Niveau fit halten.

Walujew sollte seinen Mut zusammennehmen und gegen richtige Gegner antreten.
DIe Klitschkos kämpfen in einer anderen Klasse. Das weiss auch das Management von Walujew und vermeidet diesen Fight. Für den Boxsport wär's hilfreich, wieder einmal einen Weltmeister aller Verbände zu haben.

Aber eben. Sport ist hier wohl nur das zweite Ziel.
In erster Linie geht es Don Kings Leuten um's Geldverdienen.
grosse Worte
Also wenn es eine Tanzveranstaltung oder ein Schönheitswettbewerb gewesen wäre, hätte Holyfield ganz bestimmt gewonnen. Aber es ging halt ums Boxen.
Holyfield hat sehr viel getanzt - und dabei sehr gut ausgesehen - aber nur sehr spärlich geboxt. Und wenn er sich dann mal durchgerungen hat zu schlagen, ging auch bei ihm vieles ins Leere oder auf die Deckung. Daran änderte auch der Jubel des Publikums nichts. Ein Herausforderer muss schon mehr zu bieten haben als dauerndes Rumhüpfen und gelegentliches Kontern. Wer ständig zurückgeht kommt nun mal nicht vorwärts.

In meinen Augen hat es keiner von Beiden geschafft den Kampf zu dominieren. Daher hätte ich ein Unentschieden als faires Urteil angesehen. So oder so; wenn ein Herausforderer so wenig Initiative zeigt, soll er auch nicht Weltmeister werden. Und auch bei einem Unentschieden wäre Walujew Weltmeister geblieben.

Holyfield hat aber wieder einmal gezeigt, dass er es noch immer mit jedem Boxer aufnehmen kann. Respekt!
..na und?
Die brauchen doch beide d' "Schtütz:-) Merkt das denn niemand?
the Real Deal is real
HOLYFIELD hat den Kampf gewonnen,Boxexperten aus den USA und ich hatten ihn 3-4 Runden vorne,also jeweils 118-114. Valuev hat ja nie einen richtigen Treffer gelandet! Nur langweilig und einfallslos seinen Jab nach vorne geschoben und nicht mal richtig getroffen während Holyfield locker um ihn getänzelt ist und schöne Kombinationen und Konterschläge gelandet hat. Alle die für Valuev gepunktet haben müssen wohl blind gewesen sein! Gneau mit solchen Urteilen macht diesen schönen Sport kaputt!
 
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